Quelle: Redaktion/kosi

12.07.2017

VFF Jahreskongress – die Resolution der Teilnehmer

kosi. – Unter dem Motto „Wie wir die Zukunft sehen“ hat der Verband Fenster + Fassade (VFF) zum Jahreskongress „Inside 2017“ am 22. und 23. Juni in Potsdam eingeladen – und damit im Wahljahr nah an der Politik, wie VFF-Präsident Detlef Timm augenzwinkernd bei der Eröffnung anmerkte. In der Podiumsdiskussion wurde über das debattiert, was Politik und Branche vor dem Hintergrund der Klimaziele zu tun habe. Das Gespräch gipfelte schließlich in folgender Resolution der Teilnehmer des Jahreskongresses:

Wir nehmen unsere Verantwortung zur Erreichung der Klimaziele ernst! Resolution der Teilnehmer des Jahreskongresses des Verbandes Fenster + Fassade in Potsdam am 23. Juni 2017

Klimapolitischer Ausgangspunkt

Die klimapolitischen Ziele der Bundesrepublik für 2020 und 2050 sowie die Verpflichtungen des Pariser Abkommens von 2015 können nur durch einen wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und eine Verbesserung der Energieeffizienz erreicht werden. Für die Verbesserung der Energieeffizienz bildet der Gebäudesektor und insbesondere die Gebäudehülle das Schlüsselfeld.

Forderungen

Energetisch effizientes Bauen und energetische Sanierung müssen deutlich besser gefördert werden, um die Energieziele zu erreichen. Deshalb fordern wir: Die Sanierungsquote muss deutlich erhöht werden. Dazu müssen steuerliche Anreize geboten werden. Die schon lange fällige steuerliche Förderung energetischer Sanierung muss endlich verabschiedet werden.
Die Bewertung der Leistungen von Fenstern und Fassaden darf nicht auf den U-Wert reduziert werden. In der Energiebilanzierung müssen auch Solare Gewinne, Tageslicht, Komfort und Behaglichkeit in einem äquivalenten U-Wert anerkannt werden.
Das Vergaberecht muss die für diese klimapolitische Aufgabe notwendigen Rahmenbedingungenschaffen: Nachhaltigkeit geht vor Preis, Vergabe an regionale, mittelständische Unternehmen schont Ressourcen und erhält Arbeitsplätze.
Die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand muss insbesondere in der nachhaltigen und energieeffizienten Sanierung –beispielsweise von Schulen –ernst genommen und praktisch umgesetzt werden.
Zur Bewältigung dieser Aufgaben und zur Anerkennung der gesellschaftlichen Bedeutung des Bauens und Modernisierens muss ein Bauministeriumgeschaffen werden, das durch keinerlei weitere Zuständigkeiten von dieser Aufgabe abgelenkt werden darf.
Dann können auch überflüssige Regelungen wie die derzeit ausgesetzte Holzverordnung vom Dezember 2015 gestrichen werden. In diesem Zusammenhang müssen auch die Fördermaßnahmen energieeffizienten Bauens und Sanierens vereinfacht werden, damit ihre Akzeptanz beim Endkunden gefördert wird.

Diese Resolution hat der VFF an verschiedene Mitglieder des Bundestages über Parteigrenzen hinweg versandt.


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