Der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer (CDU) hat der Schloss- und Beschlagbranche im Bezug auf die von den USA verhängten Strafzölle seine Unterstützung angeboten. In einem persönlichen Gespräch im Velberter Verbandshaus des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) sagte Beyer, Koordinator der Bundesregierung für die Transatlantische Zusammenarbeit: „Die EU-Kommission habe bereits reagiert und wolle Schutzmaßnahmen für die betroffene Industrie beschließen. Europa muss nun geschlossen reagieren. Die EU plant Ausgleichsmaßnahmen in Form von erhöhten Zöllen auf Waren aus den USA zum Ausgleich der wirtschaftlichen Maßnahmen. Diese sollen Ende Juni bereits in Kraft treten. Die EU-Produktliste, auf die die Ausgleichmaßnahmen angewendet werden sollen, umfasse ganz überwiegend Produkte, die in der EU ebenfalls hergestellt werden. Darüber hinaus handle es sich um US-Produkte, die in Wahlkreisen von Trump-Unterstützern hergestellt würden – eine durchaus politische Liste.“ Wichtig sei laut Beyer, dass gerade jetzt mit den USA weiterverhandelt werde, um neue Maßnahmen abzuwenden.
Hintergrund: 25 Prozent auf Stahl, zehn Prozent auf Aluminium, die Schloss- und Beschlagindustrie müssen bei Exporten in die USA künftig draufzahlen. Die seit Anfang Juni geltenden US-Aufschläge auf EU-Stahlprodukte beunruhigen laut FVSB auch die lokale Wirtschaft. „Diese Veränderung sorgt bei unseren Mitgliedsunternehmen teilweise für Verunsicherungen in wieweit sie von den Strafzöllen betroffen sein werden“, sagt Stephan Schmidt, Geschäftsführer des Fachverbandes.
Beschlag- und Sicherheitstechnik 2018-06-19T13:20:04Z FVSB erhält Unterstützung in Sachen Strafzölle durch Bundestagsabgeordneten
zuletzt editiert am 24. August 2020