Gealan hat zum Jahreswechsel eine neue, sechs Millionen Euro teure Unternehmenssoftware eingeführt, wie das Unternehmen jetzt bekannt gegeben hat. Es handelt sich um das SAP ERP-System ECC 6.0. „Es lief reibungslos, die sechs Millionen Euro und die dreieinhalb Jahre Vorbereitung haben sich ausgezahlt. Damit zeigt Gealan Kompetenz auch im Bereich digitaler Prozessorganisation“, sagt Tino Albert, Gealan Geschäftsführer.
Hintergrund: Ein ERP-System (Enterprise Resource Planing) ist eine Software, die bei einem Unternehmen die Materialwirtschaft, die Produktion und den Vertrieb steuert. Darüber hinaus könne ein intelligentes Programm Daten über die Logistik, dem Lagerverwaltungssystem und das Controlling in einer Hand zusammenführen. Aufgrund des integrativen Ansatzes greifen zudem viele Prozesse direkt in die Finanzbuchhaltung ein, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Veka in Sendenhorst im Münsterland, der Gealan-Mutterkonzern, arbeite schon seit den Achtzigerjahren mit SAP-Unternehmenssoftware. Das Besondere an dieser Software sei die Einsatzfähigkeit auf unterschiedlichen Datenbanken. Bei Veka und Gealan basiere die SAP-Anwendung auf derselben Datenbank.
Mit den investierten sechs Millionen Euro steht Gealan nach eigenen Angaben im Schnitt über seinen vergleichbaren Marktteilnehmern in Sachen Software-Umstellung. „Doch genau diese Kosten waren notwendig. Neben dem Customizing, also der Anpassung der Software-Funktionen und der Implementierung, waren uns vor allem die Schulungen unserer Kollegen besonders wichtig. Eine Entscheidung, die wir individuell für Gealan getroffen haben. Und: diese sechs Millionen haben wir aus eigenen Mitteln finanziert“, stellt Albert klar.
Sämtliche Verbundunternehmen in ganz Europa sollen an das neue System angeschlossen werden und auch die Entwicklung an der Software zu einer SAP-eigenen Hana-Datenbank gehe weiter.

Als Gealan auf der BAU in München ausstellte, war die neue Unternehmenssoftware schon eingeführt und in Betrieb. Foto: Redaktion/jule
Bauelemente 2019-02-25T08:49:43Z Gealan führt neue Software für sechs Millionen Euro ein
zuletzt editiert am 24. August 2020