Die britische Regierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Sicherheitsstandards von Geräten, die über das Internet vernetzt sind, verbessern soll. Foto: Pixabay/RGY23
03. February 2020 | Teilen auf:

Gesetz in Großbritannien soll internetfähige Geräte sicherer machen

Die britische Regierung hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Sicherheitsstandards von Geräten, die über das Internet vernetzt sind, verbessern soll. Die neue Rechtsvorschrift soll Millionen von Nutzern von Produkten mit Internetverbindung vor der Bedrohung durch Cyber-Hacks schützen, so der britische Digitalminister Matt Warman.
Die Pläne des Ministeriums für Digitales, Kulturelles, Medien und Sport (DCMS) sollen sicherstellen, dass alle in Großbritannien verkauften Smart Devices für Verbraucher die drei strengen Sicherheitsanforderungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) erfüllen.
Diese sind laut Mitteilung der Regierung:
- Alle mit dem Internet verbundenen Gerätekennwörter für Verbraucher müssen eindeutig sein und können nicht auf eine universelle Werkseinstellung zurückgesetzt werden
- Hersteller von IoT-Geräten für Endverbraucher müssen eine Anlaufstelle nennen, damit jeder Sicherheitslücken melden kann; darauf müsse zeitnah reagiert werden
- Hersteller von IoT-Geräten für Endverbraucher müssen explizit angeben, wie lange das Gerät mindestens Sicherheitsupdates im Geschäft oder online bereitstellt.
Warman: „Wir möchten Großbritannien zum sichersten Ort machen, an dem Online-Dienste innovationsfördernd eingesetzt werden, um das Vertrauen in moderne Technologien zu stärken. Unser neues Gesetz wird Firmen, die mit dem Internet verbundene Geräte herstellen und verkaufen, zur Rechenschaft ziehen und Hacker davon abhalten, die Privatsphäre und Sicherheit der Menschen zu gefährden. Dies bedeutet, dass bereits in der Entwurfsphase robuste Sicherheitsstandards eingebaut und nicht nachträglich eingebaut werden.“
Die Maßnahmen wurden den Angaben zufolge in Zusammenarbeit mit Branchenunternehmen und dem National Cyber ​​Security Center entwickelt und setzen einen neuen Standard für Best-Practice-Anforderungen für Unternehmen, die Smart Devices oder Produkte für Endverbraucher herstellen und verkaufen.
Im Anschluss an die Konsultation über das Gesetz habe die Regierung das Ziel, Rechtsvorschriften weiterzuentwickeln, die den Verbraucherschutz wirksam gewährleisten, von der Industrie umgesetzt werden können und das langfristige Wachstum der Branche unterstützen. Die Regierung sei bestrebt, dieses Gesetz so bald wie möglich zu verabschieden.