Die durchschnittliche Schadenhöhe bei Einbrüchen kletterte im vergangenen Jahr um 350 Euro (+12 Prozent) auf 3.200 Euro. Grafik: GDV
Die durchschnittliche Schadenhöhe bei Einbrüchen kletterte im vergangenen Jahr um 350 Euro (+12 Prozent) auf 3.200 Euro. Grafik: GDV

Beschlag- und Sicherheitstechnik

02. April 2020 | Teilen auf:

Gestiegene Schadenssummen bei Einbrüchen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat gemeldet, dass die durchschnittlichen Schadenssummen pro Wohnungseinbruch im vergangenen Jahr um rund zwölf Prozent gestiegen sind. Demnach sind trotz des Rückgangs der gemeldeten Wohnungseinbrüche die Entschädigungsleistungen der Versicherer mit rund 300 Millionen Euro auf dem Niveau von 2018 geblieben. Die durchschnittliche Schadenhöhe kletterte im vergangenen Jahr um 350 Euro auf 3.200 Euro. Der Schadendurchschnitt liege damit so hoch wie nie zuvor.
Hintergrund: Die Zahl der versicherten Wohnungseinbrüche ist 2019 das vierte Jahr in Folge gesunken. Die deutschen Versicherer zählten bundesweit 95.000 Einbrüche, rund 10.000 weniger als im Jahr zuvor. „Es hat sich erneut gezeigt, dass es sich für Hausbesitzer lohnt, in bessere Sicherheitstechnik zu investieren, um so Hab und Gut gegen Einbrecher zu schützen“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der Geschäftsführung des GDV. Bislang gibt es bei Neubauten keine Verpflichtung, einbruchhemmende Fenster oder Türen einzubauen. Der GDV hätte das gern geändert: „Zur Verbesserung des Einbruchschutzes fordern wir: Moderne Sicherheitstechnik muss als Standard in die Bauvorschriften für Neubauten aufgenommen werden“, sagt Gause. Durch Mindestanforderungen für neu eingebaute Fenster und Türen und deren konsequente Umsetzung könnte der Einbruchschutz wirksam erhöht werden.