Das 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 verläuft für Arbonia nach eigenen Angaben sehr erfreulich.
Das organische Wachstum werde voraussichtlich bei über vier Prozent liegen, in Schweizer Franken rund zwei Prozent. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2020 werde voraussichtlich organisch um mehr als ein Prozent wachsen, in Schweizer Franken jedoch um rund zwei Prozent zurückgehen.
Folglich erwartet die Arbonia eine Ebitda-Marge von ungefähr elf Prozent für das Geschäftsjahr 2020, dies entspreche einem Ebitda in der Größenordnung von 150 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 139,17 Millionen Euro), was wiederum eine Zunahme von rund elf Prozent ohne Sondereffekte und rund 20 Prozent mit Sondereffekten zum Vorjahr bedeute.
Hintergrund: Aufgrund eines vorteilhaften Produktmixes und auf Basis der getätigten Investitionen in Effizienz- und Produktivitätssteigerungen zeichne sich für die Arbonia per Ende November ein sehr erfreulicher Geschäftsverlauf für das Jahr 2020 ab. Dies führe dazu, dass die Profitabilität des Unternehmens deutlich über den Markterwartungen liegen dürfte. Nachdem das 1. Halbjahr 2020, insbesondere das 2. Quartal, durch Effekte der Covid-19-Pandemie geprägt war, habe sich ab Juni eine merkliche Erholung in den meisten Absatzmärkten und Produktbereichen der Arbonia eingestellt. Besonders stark sei diese in den Heimmärkten Deutschland und Schweiz zu spüren gewesen. Die Arbonia konnte nach eigenen Angaben nach der Aufhebung des Lockdowns im Sommer in vielen ihrer Märkte von den unverändert wirkenden Treibern der hohen Nachfrage nach Wohnraum in den Ballungszentren, des Renovierungsstaus (insbesondere in Deutschland) und der staatlichen Förderprogramme zur energetischen Sanierung von Gebäuden profitieren. Dennoch werde die Arbonia den durch Covid-19-bedingten Umsatzrückgang in Schweizer Franken des ersten Halbjahres von −6,3 Prozent, unter anderem auch aufgrund von Währungseffekten, voraussichtlich nur teilweise aufholen können, während organisch ein Umsatzwachstum erwartet wird.
Auch die anhaltende Niedrigzinspolitik der Zentralbanken und die neuen, massiven staatlichen Unterstützungsprogramme für die Wirtschaft sorgten dafür, dass Immobilien als Anlageklasse fast alternativlos bleiben, heißt es vonseiten Arbonias. Zudem sei die Wertschätzung für den eigenen Wohnraum gestiegen, sodass eingesparte finanzielle Mittel nun für die Steigerung des eigenen Wohlbefindens als Investment in das Anlageobjekt Wohneigentum eingesetzt werden. Ein weiterer Faktor, der sich im Verlauf der letzten Monate positiv auf das Geschäft der Arbonia ausgewirkt habe, seien die Ziele und Vorgaben des Green Deals der Europäischen Union, die den Wandel zu energieeffizienten Wohn- und Gewerbeimmobilien nochmals beschleunigt haben.
Die Arbonia erwartet daher auch für das kommende Geschäftsjahr 2021 ein weiterhin positives Marktumfeld, vor allem im Wohnbau.
