Prüfung von Vakuum-Isolierglas nach Ift-Hausverfahren: Künstliche Alterung durch mechanische Belastung. Foto: Ift Rosenheim

Bauelemente 2019-04-15T10:07:32Z Ift Rosenheim entwickelt Nachweisverfahren für Vakuum-Isolierglas

Zur Jahrtausendwende schien Vakuum-Isolierglas (VIG) das Produkt der Zukunft zu werden. Allerdings scheiterte diese Chance an der Verfügbarkeit, den sehr begrenzt herstellbaren Abmessungen, der geringen Größenvielfalt sowie dem fehlenden Nachweis der Dauerhaftigkeit. Daher ist VIG in Europa ein ungeregeltes und nicht harmonisiertes Bauprodukt. Eine CE-Kennzeichnung ist nach wie vor nicht möglich.
Bei Versuchen am Ift Rosenheim kam es zu großen Scheibendurchbiegungen und somit zu entsprechend großen Scherlasten im Randverbund. Daher entwickelte das Ift Rosenheim ein Prüfverfahren, das auf der neuen ISO basiert und zusätzliche Einwirkungen zum praxisgerechten Nachweis der Dauerhaftigkeit berücksichtigt. Inkludiert sind hierbei die Ermittlung der Wärmedurchgangskoeffizienten Ug der Vakuum-Isoliergläser sowie klimatische und mechanische Belastungen in einer Musterfassade im Labor. Zusätzlich wird bei kleinformatigen Scheiben die Dauerbelastung durch Feuchte und UV-Strahlung geprüft. Abschließend findet ein Vergleich der Wärmedurchgangskoeffizienten der Gläser vor beziehungsweise nach den Belastungen statt. Auch die Schalldämmung kann optional geprüft und bewertet werden. Mehr dazu lesen Sie in der Bauelement & Technik Ausgabe 4/19.

zuletzt editiert am 24. August 2020
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