Bauelemente 2019-09-09T12:59:10Z Italien: An der Nulllinie

Obwohl Italiens Wirtschaft im Gesamtjahr 2018 noch um 0,9 Prozent zulegen konnte, sprachen viele Beobachter zum Jahreswechsel von einer Rezession. Im 3. und 4. Quartal waren Rückgänge zu verzeichnen und damit das geläufige Rezessionskriterium erfüllt. Auch die Prognosen für 2019 in Höhe von + 0,1 Prozent lassen bei den derzeitigen Rahmenbedingungen nur wenig Hoffnung aufkommen für die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone mit einem Bruttoinlandsprodukt von rund 1,8 Billionen Euro und 61 Millionen Einwohnern.
Derzeit fehlt allen Beobachtern die Fantasie, welche Sektoren Impulse zu einem Wirtschaftswachstum geben könnten. Die privaten Haushalte reduzieren ihre Ausgaben und sparen vermehrt. Die Industrie stellt Investitionen, die in den vergangenen Jahren vergleichsweise hoch ausgefallen sind, zurück. Der Export schwächelt ebenfalls, weil viele wichtige Handelspartner ihre eigenen Konjunkturprognosen nach unten revidieren mussten. Von öffentlicher Seite ist der Spielraum aufgrund der hohen Staatsverschuldung recht eingeschränkt, dennoch sollen Investitionen in Bildung und Infrastruktur helfen, wieder auf den Wachstumspfad zu gelangen. Für 2020 gehen Prognosen von einem BIP-Wachstum in Höhe von 0,7 Prozent aus.

zuletzt editiert am 24. August 2020
Newsletter