Wichtige Akteure der Branche bilden im Projekt "Connected Home over IP" die Commercial Strategy Group, um den Standard zu fördern und kommerzielle Anwendungsfälle zu definieren. Quelle: Zigbee Alliance

Smarte Gebäude

19. November 2020 | Teilen auf:

Neue IP-Arbeitsgruppe in der Zigbee Alliance

Die  Zigbee Alliance, eine Organisation von Hunderten von Unternehmen, die offene globale Standards für das Internet der Dinge (IoT) bereitstellen wollen, hat eine wichtige Bewegung innerhalb des Projekts „Connected Home over IP“ angekündigt. Demnach hat sich ein Team gebildet, das sich der Entwicklung und Förderung des Standards speziell für „kommerzielle Märkte“, womit Geschäftsgebäude wie zum Beispiel Büros, Hotels und Einkaufszentren, aber auch große Mehrfamilienhäuser gemeint sind, widmet. Dieser Schritt stehe im Einklang mit der Gesamtvision der Initiative, die darin bestehe, die Einführung eines neuen, lizenzgebührenfreien Konnektivitätsstandards zu entwickeln und zu fördern, die Entwicklung für Hersteller zu vereinfachen und die Kompatibilität für die Kunden zu erhöhen.

Hintergrund: Die Zigbee Alliance erwartet gerade im Bereich der Geschäftsgebäude ein großes Wachstum des IoT-Bereichs, die Anzahl der vernetzten Geräte werde demnach maßgeblich steigen.

„In der sich verändernden Welt von heute ist eine IP-Infrastruktur das notwendige Rückgrat für jedes Netzwerk, damit Unternehmen eine digitale Architektur nutzen und ihre IoT-fähigen Geräte verbinden können“, sagte Manish Kumar, Senior Vice President des Geschäftsbereichs Digital Buildings bei Schneider Electric. „Unternehmen können auf einfache Weise projektbasierte Geräte erstellen und zu ihren vorhandenen Netzwerken hinzufügen, und zwar auf eine Weise, die der aktuellen Architektur und Verwaltungsinfrastruktur entspricht.“

Die Commercial Strategy Group des Projekts, die aus Branchenführern im IoT-Bereich bestehe, hat eine Charta erstellt, die unter anderem sicherstellen soll, dass der neue Standard optimal von den Beteiligten an großen Bauprojekten genutzt werden kann. Demnach will die Commercial Strategy Group unter anderem:

- die kommerziellen Anwendungsfälle klären, die durch die ursprüngliche Spezifikation des Projekts leicht unterstützt werden können.

- die neuen Funktionen definieren, die für zusätzliche kommerzielle Anwendungsfälle erforderlich sind.

- Erleichterung der Konversation und Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern schaffen, um die Nutzung und Akzeptanz von IP-basierten Konnektivitätsstandards auf dem kommerziellen Markt weltweit zu stärken.

- Andere Unternehmen dazu ermutigen, sich anzuschließen.

„Die Branche investiert ständig in neue Technologien, um Interoperabilität zu erreichen und Kunden und Mietern in Geschäftsgebäuden eine erweiterte use case experience zu bieten“, sagte Murat Eti, Vice President Strategy and Future Technologies bei Legrand. „Das Projekt wird dazu beitragen, die Entwicklung und das Wachstum eines großen Gerätekatalogs mit mehreren Anbietern voranzutreiben, auf den Anbieter kommerzieller Lösungen zurückgreifen können, um den Wert und die Effizienz sowohl in Wohn- als auch in Geschäftsumgebungen zu steigern.“