Im ersten Halbjahr 2020 sanken die Erlöse der Hersteller von bauaffinen Produkten auf breiter Front. Quelle: Pixabay

Industrie

10. September 2020 | Teilen auf:

Österreichs Baustoffindustrie erwartet rote Null

Die Baustoffindustrie dürfte in diesem Jahr mit einem blauen Auge davon kommen, zeigen aktuelle Daten einer Konjunkturbefragung des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Wenngleich der durch die Covid 19 - Pandemie bedingte Lockdown in der österreichischen Bauwirtschaft vergleichsweise überschaubar war, sanken im ersten Halbjahr 2020 die Erlöse der Hersteller von bauaffinen Produkten auf breiter Front. So meldeten etwa die Produzenten von Fertigteilhäusern, Fenstern und Türen sowie Dachmaterial einen Umsatzrückgang von durchschnittlich etwas mehr als drei Prozent gegenüber Vorjahr. Im Bereich der Bauchemie sowie bei Aufzügen lagen die Erlöse um durchschnittlich rund vier Prozent hinter Vorjahr, bei Mauersteinen um knapp fünf Prozent und bei Dämmstoffen sogar um sechs Prozent. Gegen den negativen Trend entwickelten sich laut der Konjunkturumfrage im ersten Halbjahr 2020 nur einige wenige Warengruppen. Im Wesentlichen handelte es sich dabei entweder um Waren der Innenausstattung oder um Produkte, die einer Überhitzung von Innenräumen entgegen wirken.

Alles in allem sank im ersten Halbjahr des laufenden Jahres der Umsatz in den 39 untersuchten Warengruppen im Durchschnitt um 2,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Bis Jahresende sollte diese Delle der Umfrage zufolge allerdings nahezu zur Gänze ausgeklopft sein. In sieben Märkten erwarten die Hersteller mehr oder weniger stabile Erlöse, in weiteren 16 Warengruppen ein zumindest tendenzielles Wachstum. Dazu zählen auch Fertigteilhäuser, Fenster, Haustüren und Fliesenkleber.