Für 2020 wird ein Rückgang des gesamten Fenstermarktes um 270 Millionen Euro in Osteuropa erwartet. Quelle: Interconnection Consulting

Bauelemente

08. September 2020 | Teilen auf:

Osteuropäische Fensterbranche schwer getroffen

Der Absatz am osteuropäischen Fenstermarkt wird dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent zurückgehen. Gemäß einer Studie von Interconnection Consulting wird 2020 ein Rückgang des gesamten Fenstermarktes um 270 Millionen Euro in Osteuropa zu erwarten sein. Der Absturz der Branche, verursacht durch die COVID-19-Krise, werde auch 2021 ungebremst fortgesetzt. Eine Erholung des Marktes sei frühestens 2022 in Sicht.

Mit rund 46 Prozent des Umsatzes halten Russland und die Ukraine den größten Anteil am gesamten osteuropäischen Fenstermarkt. Der Einbruch wird in dieser Region dieses Jahr 8,3 Prozent in Menge betragen. Trotz des hohen Rückgangs in diesem Jahr ist Russland voraussichtlich die einzige Region Osteuropas, die voraussichtlich bis 2023 das Marktniveau von 2019 übertreffen wird. „Jedoch ist die Prognose gerade für Russland mit hoher Unsicherheit behaftet, hängt diese doch stark von der politischen Entwicklung ab“, erklärt Laszlo Barla, Autor der Studie. Noch schlimmer werden die Staaten Ungarn/Rumänien/Bulgarien/Griechenland in diesem Jahr von der Corona-Krise getroffen, mit einem Minus von 12 Prozent. Auch 2021 werde diese Region einen weiteren Rückfall im zweistelligen Bereich erleiden. Auch die baltischen Länder verzeichnen laut der Marktforscher 2020 einen zweistelligen Rückgang. Der Fensterabsatz in der Region Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Slowenien wird in diesem Jahr sieben Prozent zurückgehen und 2021 gar um 10,8 Prozent. Die wirtschaftlich robusteste Region Osteuropas mit den Ländern Tschechien, Slowakei & Polen wird zwar 2020 einen leichten, aber dafür einen langanhaltenden Abwärtstrend erleben. Eine Erholung werde dabei erst 2023 erwartet.