Rund drei Milliarden Euro Kosten entstehen laut Auma durch die Absagen und Verschiebungen von Messen in Deutschland. Foto: Deutsche Messe AG/Ole Spata

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14. March 2020 | Teilen auf:

Rund drei Milliarden Euro Kosten durch Absagen und Verschiebungen

Der Auma, Verband der deutschen Messewirtschaft, hat die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Absagen und Verschiebungen von Messen in Deutschland berechnet. Grundlage sind Berechnungen des Ifo Instituts zur gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der deutschen Messen von 2018. Demnach sind allein durch die bisher bekanntgegebenen Absagen beziehungsweise Verschiebungen Einbußen für die Gesamtwirtschaft in Höhe von fast drei Milliarden Euro zu erwarten. Mehr als 24.000 Arbeitsplätze seien betroffen und dem Fiskus gehen den Berechnungen zufolge über 470 Millionen Euro Steuereinnahmen verloren.
In den genannten Summen sind nicht die den Unternehmen entgangenen Umsätze enthalten, die sie sonst auf Messen getätigt hätten. Diese Werte liegen laut Auma um ein Vielfaches höher als die oben genannten Summen und könnten nur in begrenztem Umfang durch andere Maßnahmen substituiert werden.
Dazu der Vorsitzende des Auma, Philip Harting: „Fast alle Messeplanungen für die nächsten Monate werden gerade Makulatur. Veranstalter, Aussteller, Besucher und Dienstleister verlieren jede Planungssicherheit. Sie haben hohe Vorlaufkosten ohne Aussicht auf entsprechenden Nutzen oder hohe akute Umsatzeinbußen. Der Beitrag der Messewirtschaft von jährlich über 28 Milliarden Euro zur gesamten Wirtschaftsleistung könnte um rund zehn Prozent sinken.“
Laut Auma investieren deutsche ausstellende Unternehmen fast die Hälfte ihrer Etats für Business-to-Business-Kommunikation in Messebeteiligungen. Die Ausgaben von Ausstellern und Besuchern für Messen in Deutschland führen den Angaben zufolge zu gesamtwirtschaftlichen Produktionseffekten von über 28 Milliarden Euro.