Der Verein Schlüsselregion will Unternehmen beim Klimaschutz unterstützen. Quelle: Schlüsselregion

Beschlag- und Sicherheitstechnik

23. October 2020 | Teilen auf:

Schlüsselregion unterstützt Firmen beim Klimaschutz

Der Verein Schlüsselregion, Velbert/Heiligenhaus, hat ein Konzept vorgelegt, um Unternehmen aus der Region beim Klimaschutz zu unterstützen.

Hintergrund: Den firmeneigenen CO2-Fußabdruck ermitteln, CO2-Einsparmöglichkeiten erkennen und CO2-Kompensation direkt vor der Haustür leisten – das ist die neue Projektidee der Schlüsselregion. Der Verein lädt Firmen aus Velbert und Heiligenhaus ein, sich im Netzwerk der Schlüsselregion für den Klimaschutz zu engagieren.

„Immer mehr Firmen der Region beschäftigen sich mit dem CO2-Ausstoß ihres Unternehmens und sind zunehmend auch bereit, einen CO2-Ausgleich zu leisten“, erklärt Dr. Thorsten Enge, Geschäftsführer des Unternehmensverbands. „Und da wollen wir ansetzen: Es gibt ja zahlreiche Projekte zur CO2-Kompensation. Aber wir als lokaler Verein haben uns gedacht: Warum nicht Projekte direkt vor Ort, vor der eigenen Haustür unterstützen? Das kann eine Dachbegrünung oder eine Solaranlage in unseren Kindergärten und Schulen sein, der Bürgerwald in Heiligenhaus oder vieles mehr“, so Enge weiter.

Aus dieser ersten Idee sei ein ganzes Konzept zum lokalen Klimaschutz in Velbert und Heiligenhaus entstanden, das aus drei Bausteinen bestehe: Zunächst könnten Firmen ihren eigenen CO2-Fußabdruck ermitteln. Dafür müssten sowohl die eigenen Emissionen ermittelt werden, als auch die Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette und aus der Erzeugung des vom Unternehmen verbrauchten Stroms. „Hier macht es Sinn, sich gegenseitig über Berechnungsmethoden auszutauschen. Die Fragestellungen sind ja in vielen produzierenden Firmen ähnlich“, so Enge. In einem zweiten Schritt schaffe der Verein die Möglichkeit, sich in einem Schlüsselregion-Energienetzwerk gegenseitig zu beraten, wie der eigene CO2-Ausstoß verringert werden kann – mit Unterstützung von Experten für die verschiedenen Energie-Themen. Schließlich seien die Firmen eingeladen, Klimaprojekte direkt vor der Haustür zu unterstützen und so ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Hierbei leisten Unternehmen für jede Tonne CO2 einen finanziellen Beitrag für ein Klimaschutzprojekt, mit dem an anderer Stelle CO2 eingespart werde. Die Projektvergabe werde von der Schlüsselregion organisiert.

„Das vorrangige Ziel muss sein, den eigenen Energieverbrauch zu verringern. Aber der CO2-Ausgleich ist dazu eine sinnvolle Ergänzung. Wenn das in lokalen Projekten hier vor Ort passiert, ist das natürlich keine international zertifizierte CO2-Kompensation. Aber man kann sehen, was mit dem Geld passiert“, sagt Enge.

Firmen aus Velbert und Heiligenhaus sind eingeladen, bei dem Klimaschutz-Projekt mitzumachen. Da die einzelnen Bausteine unabhängig voneinander sind, könnten Firmen sich auch nur an ein oder zwei Bausteinen beteiligen. Das Angebot ist auch offen für Nicht-Mitgliedsfirmen des Vereins.