Im 3. Quartal 2021 soll der geplante Schüco One Neubau fertiggestellt sein. Foto: Schüco

Bauelemente

20. July 2020 | Teilen auf:

Schüco wächst 2019 aus eigener Kraft

Einen Umsatz von 1,75 Milliarden Euro hat die Schüco Gruppe, Bielefeld, im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2018 (1,67 Milliarden Euro) ist damit nach Unternehmensangaben eine Umsatzsteigerung von knapp fünf Prozent erfolgt. Die Investitionssumme lag 2019 bei knapp 48 Millionen Euro (2018 rund 60 Millionen). Mehr als elf Millionen Euro davon flossen in die 2016 gestarteten umfangreichen Baumaßnahmen zur Standorterweiterung. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gruppe liege unverändert bei rund 70 Prozent.
Das zur Otto Fuchs Gruppe in Meinerzhagen gehörende Familienunternehmen Schüco entwickelt und vertreibt Systemlösungen aus Aluminium, Stahl und Kunststoff für Gebäudehüllen und ist international in mehr als 80 Ländern aktiv. Im Jahr 2019 arbeiteten für die Schüco Gruppe 5.650 Mitarbeiter. 3.870 Angestellte beschäftigte das Unternehmen in Deutschland, davon wiederum 2.350 Menschen in Ostwestfalen-Lippe.
Auf den Geschäftsbereich Metallbau (Aluminium und Stahl) entfällt ein Umsatzanteil von 1,485 Milliarden Euro, so dass dieser Bereich ein Umsatzplus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,41 Milliarden Euro) verzeichnen kann. Der Werkstoff Stahl erfuhr eine gestiegene Nachfrage und verzeichnete ein zweistelliges Wachstum. Der gesamte Geschäftsbereich Metallbau hat in den Niederlanden, in Lettland, Polen, Indien, China, Middle East und Nordamerika ein zweistelliges Wachstum erzielt. Die Geschäfte in Deutschland stiegen von 497 Millionen Euro auf 530 Millionen EUR (+6,6 Prozent).
Auch der Geschäftsbereich Kunststoff verzeichnet ein erfolgreiches Jahr: Mit einem Umsatz von 272 Millionen Euro meldet das Tochterunternehmen Schüco Polymer Technologies KG aus Weißenfels im Vergleich zum Vorjahr (268 Millionen EUR) ein Umsatzplus von 1,5 Prozent. Wachstumstreiber für das Kunststoffgeschäft waren insbesondere Norwegen, Schweden, Niederlande, Belgien, Polen, Spanien und Italien. In Deutschland liegt der Umsatz mit 108 Millionen EUR auf Vorjahresniveau.
Ins Jahr 2020 ist Schüco gut gestartet, bis Corona kam. Obwohl in den Produktionen in Weißenfels und Borgholzhausen sowie in allen Logistikbereichen unter Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen unvermindert weitergearbeitet wird, wirkt sich die Pandemie zuerst ab März außerhalb Deutschlands auf Umsatz und Arbeitsabläufe aus. Folglich musste Schüco zunächst weltweit erste Umsatzeinbußen hinnehmen, die im April und Mai dann auch den deutschen Markt erreichten. „So schlimm wie befürchtet ist es aber für Schüco nicht gekommen“, sagt Schüco-Chef Andreas Engelhardt. Er gehe davon aus, dass der Konzern noch einige Monate die Auswirkungen der Corona-Pandemie spüren werde. In China arbeitet Schüco bereits wieder unter Volllast.
Mehr zur Digitalen Roadmap, Schücos Start-Ups, den Kooperationen mit Gira, Kuka und Renson sowie zum eigenen Neubau der Firmenzentrale in Bielefeld lesen sie in der nächsten Ausgabe der Bauelement & Technik.