Brandwehrübung der Bundeswehr-Feuerwehr
Bachelor of Science Sicherheitstechnik: Bundeswehr kooperiert mit der Universität Wuppertal. Foto: Bundeswehr

Neuer Studiengang Sicherheitstechnik an der Universität Wuppertal

Die Bergische Universität Wuppertal hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) unterzeichnet. Damit wird 25 Beamten im Vorbereitungsdienst des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes in der Bundeswehr ermöglicht, ab Herbst den Studiengang „Bachelor of Science Sicherheitstechnik“ zu studieren. Es handelt sich bei den Studierenden um zivile Beschäftigte im Status eines Beamten auf Widerruf. Die Bundeswehr benötigt eigene Brandschutzkräfte unter anderem auf Flugplätzen, Truppenübungsplätzen, in Marine-Stützpunkten und in Untertage-Anlagen – der neue duale Studiengang soll den Karriereweg der Brandschutz-Führungskräfte deutlich attraktiver machen. "Es ist einmalig, was da aufgesetzt worden ist. Es hat Symbolkraft für das ganze deutsche Feuerwehrwesen. Ich bin mir sicher, dass Länder und Kommunen nachziehen werden", sagte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs, unmittelbar vor der Unterzeichnung. "Die Bundeswehr ist der richtige Partner für diesen ersten Schritt."

Im Studiengang "Bachelor of Science Sicherheitstechnik" lernen die Anwärter, sicherheitsrelevante Problemstellungen zu erkennen und zu lösen. Die praxisnahen Studieninhalte reichen vom baulichen Brandschutz über Chemie und Arbeitssicherheit bis hin zum vorbeugenden Brand- und Explosionsschutz. Seit Jahrzehnten ist die Wuppertaler Universität mit ihrem Fachgebiet "Chemische Sicherheit und Abwehrender Brandschutz" führend. Hintergrund der Kooperationsvereinbarung ist, dass die Bundeswehr erstmals Anwärter in einem eigenen, neu eingerichteten dualen Studiengang im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst einstellt und ausbildet. Nach dem dreieinhalbjährigen, aus Fachstudien und berufspraktischen Studienzeiten bestehenden Vorbereitungsdienst erwerben die Teilnehmer einen akkreditierten Bachelorabschluss. Jedes Jahr sollen 25 weitere Studierende das Angebot nutzen können.

Die Konzipierung der Laufbahnausbildung sowie die Einstellung und Betreuung der Anwärter ist ein gemeinsames Projekt des BAPersBw und des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw). Diesem Amt untersteht das Zentrum Brandschutz der Bundeswehr, das mit 70 bundesweit verteilten Feuerwachen und insgesamt mehr als 3.000 zivilen Dienstposten umgerechnet eine der größten Feuerwehren in Deutschland ist. 



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