Märkte im Gebäudesektor entwickeln sich unterschiedlich

Frank Wienbröker
Frank Wienböker, Mitglied des Vorstands ZVEI-Fachverband Sicherheit. Foto: STG Beikirch

Der Fachverband ZVEI hat eine differenzierte Markt-Einschätzung der zu ihrem Verband zählenden Bereiche des Gebäudesektors abgegeben. Positiv hätte sich der Markt für Elektroinstallationssysteme im 1. Halbjahr 2017 entwickelt. Gemittelt über alle Segmente habe sich die Produktion gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 3,7 Milliarden Euro erhöht. Zum Jahresende rechne die Branche mit einem Produktionsplus in Höhe von vier Prozent auf rund 7,4 Milliarden Euro. Treiber sei hier nach wie vor der Wohnungsbau.

Der Bereich der elektronischen Sicherheitstechnik habe sich erneut besser entwickelt als erwartet. 2016 stieg der Umsatz um 6,3 Prozent auf knapp 3,9 Milliarden Euro. Frank Wienböker, Mitglied des Vorstands ZVEI-Fachverband Sicherheit: „Ursachen für das Wachstum der Sicherheitstechnik sind die anhaltend gute Baukonjunktur sowie das gestiegene Sicherheitsbedürfnis infolge der allgemeinen Gefährdungslage. Mehr denn je ist Sicherheit in all ihren Facetten in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Die Light+Building 2018 greift dies auf durch die neue Sonderschau „Secure“ und die Erweiterung des Intersec Forums von zwei auf vier Tage.“

Für die im ZVEI organisierte Licht-Branche besteht ein sehr differenziertes Bild für das erste Halbjahr 2017. Während der Auslandsumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit minus 18,4 Prozent auf 600 Millionen Euro deutlich gesunken sei, sei die Branche aufgrund der anhaltend guten Konjunktur im heimischen Markt gut aufgestellt. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wuchs der Umsatz in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf eine Milliarden Euro. Aufgrund der gesunkenen Auslandserlöse ergebe sich für die erste Jahreshälfte allerdings insgesamt ein Umsatzrückgang von minus drei Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2017 erwarte die Branche ein Minus von drei Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Alle drei Bereiche sehen großes Wachstumspotenzial in vernetzten, intelligenten Lösungen, wie sie auf der Light+Building 2018 zu sehen sein werden. Systemübergreifende Vernetzung und das reibungslose Zusammenspiel von Gewerken und Services bringen Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz ins Smart Home und damit einen spürbaren Nutzen für den Verbraucher. Für den dauerhaften Markterfolg von Smart-Home-Anwendungen sei die Interoperabilität der Systeme maßgeblich. Insellösungen müssen ein Ende haben, damit intelligente Anwendungen sich in der Breite durchsetzen. Daran arbeite der ZVEI.



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