Kölner Studie 2017
Zu den wichtigsten Erkenntnisse der „Kölner Studie 2017“ zählt unter anderem, dass im Jahr 2017 fast jeder zweite Einbruch im Versuchsstadium steckengeblieben ist und in Parterre oder Hochparterre gelegene Wohnungen in Mehrfamilienhäusern am meisten gefährdet sind. Foto: Abus

Neuauflage der Kölner Studie veröffentlicht

Die Neuauflage der Kölner Studie ist jetzt veröffentlicht worden. In der Erhebung, die bereits zum achten Mal durchgeführt wurde, werden die Vorgehensweise von Wohnungseinbrechern hinsichtlich Tatzeit sowie Tatörtlichkeit analysiert und Schwachstellen an Ein- und Mehrfamilienhäusern aufgezeigt, um präventive Empfehlungen abzuleiten.

In der aktuellen Auflage zeigt sich, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Polizeipräsidium Köln von 2015 bis 2017 um insgesamt 2.349 Fälle gesunken ist. Dennoch dürfe nicht von einer langfristigen Trendwende ausgegangen werden, so die Autoren der Erhebung. Neben umfassenden repressiven und präventiven Maßnahmen der Polizei sei die Sensibilisierung der Bürger und betroffener Kooperationspartner zur Sicherung von Wohnraum weiterhin notwendig.

Zu den wichtigsten Erkenntnisse der „Kölner Studie 2017“ zählt unter anderem, dass im Jahr 2017 fast jeder zweite Einbruch im Versuchsstadium steckengeblieben ist; in Parterre oder Hochparterre gelegene Wohnungen in Mehrfamilienhäusern am meisten gefährdet sind; die dunkle Jahreszeit (November – März) weiterhin Haupteinbruchszeit ist und Einbrecher von donnerstags bis samstags besonders aktiv sind. Ferner wurde festgestellt, dass immer mehr Menschen auf Sicherungstechnik setzen, um sich vor Einbrüchen zu schützen und dabei die Smart-Home-Technologie zusätzliche Möglichkeiten bietet. In nur 17 Fällen (1,05 Prozent) konnte verbaute Sicherungstechnik den Einbruch nicht verhindern.