IoT
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern hat mit der Universität Rostock ein Projekt gestartet, um Verfahren zu entwickeln, welche die Chancen und Herausforderungen des Internet-of-Things (IoT) nutzen können. Bild: Pixabay/geralt

Universität Rostock und LKA Mecklenburg-Vorpommern starten Kooperationsprojekt "Emerge IoT"

Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern hat mit der Universität Rostock ein Projekt gestartet, um Verfahren zu entwickeln, welche die Chancen und Herausforderungen des Internet-of-Things (IoT) nutzen können. Hintergrund: Als "Internet of Things" (IoT) wird allgemein die Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte ("things", Dinge) mit einer virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur bezeichnet. Heute bereits eingesetzte IoT-Geräte sind zum Beispiel Überwachungskameras, die ihre Bilder über das Internet zur Verfügung stellen, elektronische Schließsysteme, die über das Internet bedient werden können oder Stromzähler, die über das Internet ausgelesen und bedient werden können. Diese Objekte können nicht nur mit den Nutzern über das Internet kommunizieren, sondern in vielen Fällen auch untereinander.
Durch die Komplexität der IoT-Netze und der Menge der darin eingesetzten IoT-Geräte ergibt sich eine Vielzahl von neuen Herausforderungen und Möglichkeiten für die Strafverfolgungsbehörden. Auf der einen Seite entwickeln sich ganz neue Phänomenbereiche durch den illegalen Zugriff von Straftätern auf die IoT-Geräte, auf der anderen Seite können die Fähigkeiten der IoT-Geräte im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten gezielt durch Strafverfolgungsbehörden genutzt werden, beispielsweise bei der Suche nach vermissten Personen.
Das gemeinsame Verbundprojekt "Emerge IoT" der Universität Rostock und des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern zielt daher darauf ab, die Aufklärung und Verfolgung von IoT-Sachverhalten zu verbessern und präventive Maßnahmen voranzutreiben. Dafür sollen die technischen Grundlagen des Internets der Dinge identifiziert und analysiert sowie Werkzeuge entwickelt werden, die für Ermittlungen rund um mögliche Angriffsszenarien im Internet der Dinge genutzt werden können. Das mit etwa 1,2 Millionen Euro durch den Europäischen Fonds für die Innere Sicherheit geförderte Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.