VdS Hacking
Selbst im Sicherheitsbereich eingesetzte Cloud-Lösungen sind laut VdS oftmals viel zu leicht angreifbar. Jüngstes Beispiel: Neun Millionen wegen eines unsicheren Bauteils leicht zu hackende Videokameras – 1,3 Millionen davon in Deutschland im Einsatz. Foto: VdS

VdS warnt vor Hackerangriffen gegen Videosicherheitssysteme

Der VdS hat seine Warnung vor Hackerangriffen auf cloudbasierte Videoüberwachungssysteme erneuert. Das jüngste Beispiel sein Videokamera-Bauteile eines der weltweit größten Hersteller hierfür (Sitz in Ostchina). Hack-Versuche der Wiener IT-Sicherheitsberater SEC Consult deckten schnelle Zugriffsmöglichkeiten für neun Millionen in Nutzung befindliche Kameras auf, davon 1,3 Millionen in Deutschland. Auch Programmmanipulationen sein leicht möglich gewesen.
Besonders problematisch sei, dass diese Komponenten zwar von mehr als hundert Endherstellern genutzt, aber meist nirgendwo ausgewiesen werden. Sebastian Brose, Leiter des VdS-Produktmanagements im Geschäftsbereich Produkte und Unternehmen, erklärt: „Sehr viele für Kriminelle hochinteressante Institutionen auf der ganzen Welt nutzen die angreifbaren Komponenten. Hacker sehen dort nicht nur schnell und einfach alles, was geschieht, sondern können sich über die Lücke auch in weiteren vor Ort genutzten Systemen festsetzen und diese als Angriffswerkzeug missbrauchen.“ Nutzer VdS-anerkannter Anlagen hätten solche Probleme nicht, da die Institution auf solche Mängel prüfe. Häufig entstehe das Problem, weil der Fernzugriff per App ermöglicht werden soll. Hilfestellungen für eine sichere Umsetzung finden Entwickler laut VdS in den kostenlos erhältlichen Richtlinien VdS 3169.