Tresortest
Tresore werden auch mit Schneidbrennern auf ihre Stabilität getestet. Foto: Hartmann Tresore

Hartmann Tresore engagiert sich für Standardisierung bei Tresortests

Die internationale Zertifizierungsstelle ECB-S (European Certification Body Security) hat Ende Februar ausführliche Vergleichstest zur Tresorqualitätsprüfung in spanischen und italienischen Testinstituten durchgeführt. Diese wurde von Hartmann Tresore unterstützt: Das Unternehmen lieferte vollfunktionstüchtige Probekörper. „Uns ist sehr daran gelegen, dass die Testmethoden in Europa vereinheitlicht werden und gleichzeitig auf einem exzellenten Qualitätsniveau sind. Eine europäische Standardisierung bietet für Hersteller, Händler und Versicherer, aber ganz besonders für den Kunden den Vorteil einer hohe Produktsicherheit in Bezug auf die Zertifizierung. Darum lieferten wir gerne Tresore für diese Tests“, so Markus Hartmann, Vorstand Vertrieb der Hartmann Tresore.

Hintergrund: Wenn Qualitätsprüfer von Tresoren anreisen, haben sie schweres Gerät dabei. Mit diesem Werkzeug, Kraft und mit Geschick malträtieren die Experten die massiven Stahlkisten, um deren Einbruchswiderstand zu ermitteln. In Europa wurden diese Tests bisher in den Ländern der Tresorhersteller beziehungsweise -anbieter durchgeführt, die aktuell alle nach unterschiedlichen Kriterien prüfen. Das soll jetzt vereinheitlicht werden, damit Testphilosophien und Prozesse harmonisiert werden.

Begleitet und begutachtet wurde das groß angelegte Projekt von ECB-S -Mitarbeiter Dirk Etheber, der seit vielen Jahren als Prüfer von Wertbehältnissen tätig ist. Ziel der ECB-S-Zertifizierungsstelle war es, zu kontrollieren, ob die Prüfungen, deren Planung, die Prüfergebnisse und deren Aufzeichnungen auf höchstem Niveau sind. „Die durchgeführten Prüfungen der Labore sind jetzt vergleichbar. Es zeigte sich während der Vergleichsprüfung, wie wichtig es ist, eine Prüfung in diesem Umfang durchzuführen. Nur durch solche groß angelegten Vergleichstests ist es möglich, unterschiedliche Ansätze und Normeninterpretationen zu identifizieren und zu harmonisieren“, weiß Etheber.

In den Vergleichstests wurden folgende Punkte von ECB-S kontrolliert:

• Vergleich in Bezug auf Vorbereitung, Durchführung sowie die Nacharbeit der Prüfung

• Vergleich der Prüfmethoden

• Vergleich bezüglich der Handhabung der Werkzeuge gemäß der Euro-Norm

EN 1143-1, die sich mit dem Einbruchschutz von Wertschutzschränken (Tresoren) beschäftigt

• Harmonisierung der Prüf-Philosophien

• Harmonisierung der Normen-Interpretation

• Erfahrungsaustausch zwischen den Kooperationspartnern.

Die Qualitätsanforderungen und Testmethoden prüfen, evaluieren und anschließend auf hohem Niveau vereinheitlichen: Das soll durch die Anpassung der Prüfprozesse und Prüfbewertungen der europäischen Testlabore in Zukunft Standard sein. „Transparenz und Vergleichbarkeit von Prüfungen spielen in der Sicherheitsbranche immer eine besondere Rolle. Ein besonderer Effekt für die Branche ist auch die Vergleichbarkeit der Kalkulationen der Prüfinstitute“ sagt Markus Hartmann, der als Vorstandsmitglied der ESSA eine besondere Verantwortung in der Standardisierung dieser Tests für Europa sieht.