Ring Indoorkamera
Unbefugte haben auf die Sicherheitskameras von Ring zugegriffen. Das geht aus verschiedenen Medienberichten hervor. Foto: Ring

Sammelklage gegen Amazon-Tochter Ring nach unbefugtem Zugriff auf Überwachungskameras

Das Amazon Tochterunternehmen Ring, das auf Sicherheits- und Überwachungssysteme spezialisiert ist, wird in den USA von mehreren Personen verklagt. Das berichten übereinstimmend verschiedene Medien. Hintergrund sind demnach verschiedene Fälle, in denen Unbefugte auf vernetzte Ring-Kameras zugegriffen haben, die beispielsweise in Kinderzimmern installiert waren, und teilweise über die integrierten Lautsprecher mit den Kindern gesprochen haben.

Wie die Online-Seite "Winfuture" mit Verweis auf den Blog Gizmodo berichtet, strenge ein Vater die Klage an, nachdem sich Fremde Zugriff auf sein Ring-System verschafft hatten: Seine drei Kinder seien beim Basketballspielen von einer unbekannten Stimme durch das Lautsprechersystem direkt angesprochen worden, heißt es dort. Aus der Anklageschrift ließe sich außerdem entnehmen, dass ein Fremder die Kinder ermunterte, näher an die Kamera heranzutreten.

Aufgrund dieses Vorfalls habe der Vater nicht nur das entsprechende Passwort der Kamera geändert, sondern auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert. „In der Klage wird nun angeführt, dass der Zugriff eine ,direkte und unmittelbare‘ Folge des Versäumnisses von Ring war, seine Kamerasysteme ordnungsgemäß gegen unbefugten Zugriff zu sichern“, heißt es bei "Winfuture" weiter. Ring habe demnach seine Pflicht versäumt, die hauseigenen Systeme gegen Cyberangriffe abzusichern.

Zu einer Sammelklage kam es demnach, weil sich auch andere Familien der Klage anschlossen, die ähnliche Fremdzugriffe erlebt hatten. Das Amazon-Tochterunternehmen hatte sich zunächst darauf berufen, dass die betroffenen Nutzer es selbst versäumt hätten, mit starken Passwörtern oder der Aktivierung der Zwei-Wege-Authentifizierung für Sicherheit zu sorgen. In der Berichterstattung ist aber auch die Rede davon, dass die Login-Daten des Klägers wohl bei einem Daten-Leck aufgetaucht waren.

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