Hoher Bedarf an Barrierefreiheit und Einbruchschutz

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In einer von KfW Research und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Auftrag gegebenen Evaluationsstudie hat das Institut Wohnen und Umwelt das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen (Barrierereduzierung – Einbruchschutz)“ untersucht. Foto: KfW

In einer von KfW Research und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Auftrag gegebenen Evaluationsstudie hat das Institut Wohnen und Umwelt das KfW-Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen (Barrierereduzierung – Einbruchschutz)“ untersucht.

Hintergrund: Der demografische Wandel treibt den Bedarf an barrierearmem Wohnraum. Aktuell gibt es laut KfW circa drei Millionen Haushalte mit Mobilitätseinschränkungen – Tendenz steigend. Doch nur 560.000 Wohnungen seien barrierearm. Um die enorme Versorgungslücke zu verringern, setzen KfW und Bundesregierung seit 2009 mit dem Förderprogramm „Altersgerecht Umbauen“ Investitionsanreize. In den Jahren 2014 bis 2018 wurden mit Förderkrediten und Investitionszuschüssen den Angaben zufolge insgesamt 190.000 Wohnungen umgebaut. Die aktuelle Evaluation bewertet die Förderung als effektiv: Die zentrale Zielgruppe mit Mobilitätseinschränkungen werde sehr gut erreicht, insbesondere durch die Zuschussförderung. Zudem werden mit Abstand am häufigsten die zur Unfallvermeidung und selbstständigen Alltagbewältigung wirksamsten Umbaumaßnahmen durchgeführt.

Die Einbruchszahlen sinken zwar seit einigen Jahren, doch nur ein Viertel des deutschen Wohnungsbestands ist laut KfW ausreichend gegen Einbruch geschützt. Unterstützt durch die KfW-Förderung wurden zufolge innerhalb von drei Jahren 166.000 Bestandswohnungen effektiv gesichert, wie die Evaluationsstudie zeigt. Damit können, so die KfW, wirtschaftliche Schäden in Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro verhindert werden.

Die Corona-Krise werde voraussichtlich das Sicherheitsbedürfnis und damit die Nachfrage nach baulich-technischem Einbruchschutz erhöhen, aber gleichzeitig Investitionen durch Einkommensverluste erschweren.