Im Vordergrund: Eine rechte Hand hält ein Smartphone, der Zeigefinder der linken Hand tippt auf das Display. Im Hintergrund: Die Grafik eines Hauses, das umgeben ist von einer stilisierten Leiterplatte.
Sicherheitsbedenken der Verbraucher bremsen die Entwicklung des Smart-Home-Marktes. Quelle: geralt/Pixabay

Smarte Gebäude

09. February 2021 | Teilen auf:

Smart Home braucht Vertrauen

Geringes Vertrauen in die IT-Sicherheit vernetzter Produkte im Smart Home haben Verbraucher in Deutschland. Das teilt der Verband der TÜV (VdTÜV) mit, der eine entsprechende Umfrage durch Forsa hatte durchführen lassen. Demnach glauben zwei von drei Bundesbürgern (66 Prozent), dass ein sehr hohes Risiko besteht, dass mit dem Internet verbundene Fernseher, Alarmanlagen oder Staubsauger-Roboter Ziel eines Hackerangriffs werden. 68 Prozent haben große Sorge, dass smarte Geräte ihre persönlichen Daten missbrauchen. Und vier von fünf Befragten sei unklar (80 Prozent), wie gut die Geräte gegen Cyberangriffe geschützt sind.

Nur jeder Dritte (34 Prozent) vertraue den eingebauten Sicherheitsfunktionen der Hersteller. „Der Schutz vor Cyberangriffen muss fester Bestandteil der Produktsicherheit werden“, sagte Dr. Dirk Stenkamp, Präsident des VdTÜV. Während die elektrische und funktionale Sicherheit von Produkten bis ins Detail gesetzlich geregelt sei, fehlten Anforderungen an die digitale Sicherheit. „Die Sicherheitsbedenken der Verbraucher bremsen die Entwicklung des Smart-Home-Marktes aus“, sagte Stenkamp. Laut Umfrage haben 39 Prozent der Befragten bereits auf den Kauf von Smart-Home-Produkten verzichtet, weil sie Angst vor Cyberangriffen haben. Die TÜV-Unternehmen haben deshalb eine Zertifizierung für Smart-Home-Produkte auf den Weg gebracht. Stenkamp: „Die Prüfung und Zertifizierung smarter Produkte soll das Sicherheitsniveau erhöhen und Verbrauchern eine bessere Orientierung bei der Kaufentscheidung bieten.“