Mit dem BEG ergeben sich neue Fördermöglichkeiten für Smart-Living-Anwendungen in Gebäuden. Quelle: Wirtschaftsinitiative Smart Living

Smarte Gebäude

21. December 2020 | Teilen auf:

Smart-Living-Branche profitiert vom BEG

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) werden ab Januar 2021 erstmalig Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung („Efficiency Smart Home“) eigenständig förderfähig. Das teilt die Wirtschaftsinitiative Smart Living (WI SL) mit. Für 2021 werde ein Fördervolumen im Gebäudebereich von über acht Milliarden Euro erwartet. Davon profitieren das Klima und die Smart-Living-Branche.

Die Wirtschaftsinitiative begrüßt, dass mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ die energetische Gebäudeförderung vollständig neu aufgestellt werde und Smart-Living-Anwendungen in die Förderung einbegriffen seien. Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung („Efficiency Smart Home“) werden so erstmalig eigenständig förderfähig, heißt es vonseiten der Initiative.

„Das ist ein großer Schritt für die gesamte Branche und wird den Erfolg von Smart Living in Deutschland weiter beflügeln. Die BEG ist ein mutiges und zukunftsgerichtetes Vorhaben, die mit Weitblick die Grundlage für die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor legt“, sagt Ingeborg Esser, Leiterin des Strategiekreises der WI SL und Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Mit der Bundesförderung werde ein Teil der Lücke bei der Erreichung der CO2-Ziele im Gebäudesektor geschlossen, dem fast ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland zuzurechnen ist.

„Allein durch die Förderung energieeffizienter Smart-Living-Anwendungen kann diese Lücke um bis zu 37 Prozent reduziert werden“, ergänzt Hans-Georg Krabbe, Leiter des WI SL-Lenkungskreises und Vorstandsvorsitzender der ABB AG.

Durch die BEG würden ab dem 1. Januar 2021 Smart Living-Anwendungen gefördert, die zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung beziehungsweise zur Verbesserung der Netzdienlichkeit von technischen Anlagen beitragen.

Die Förderung sei bewusst technologieoffen gestaltet, um Antragstellern eine hohe Flexibilität an Fördermöglichkeiten zu bieten. Auf diese Flexibilität ziele auch, dass die BEG wahlweise als direkter Investitionszuschuss (BAFA) oder als zinsverbilligter Förderkredit mit Tilgungszuschuss (KfW) gewährt werde.

Die BEG fasse das bestehende Förderangebot im Gebäudebereich aber nicht nur zusammen - erwartet werde auch eine Erweiterung auf über acht Milliarden Euro pro Jahr. „Diese Vervierfachung der Mittel“, so Esser, „zeigt die Entschlossenheit der Politik, die ehrgeizigen Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen und gleichzeitig auf Digitalisierung und Zukunftstechnologien zu setzen, die die Wettbewerbsfähigkeit von Anbietern aus Deutschland stärken wird.“