Umfrage Eco
Vor allem Datenschutzbedenken lassen pontenzielle Nutzer vor digitalen Sprachassistenten zurückschrecken. Grafik: Eco

Datenschutz ist der Schlüssel zur Akzeptanz von vernetzter Haustechnik

Über ein Viertel (27,3 Prozent) der Deutschen nutzt bereits digitale Helfer wie Google Assistant, Amazon Alexa, Siri oder Cortana. 5,7 Prozent der Deutschen haben ihre smarten Lautsprecher dabei sogar mehrmals täglich im Einsatz – so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Verbandes der Internetwirtschaft Eco. „Das Entwicklungspotenzial, das künstliche Intelligenzen wie Sprachassistenten für Unternehmen und Gesellschaft bieten, ist riesig – es lässt sich jedoch nur entfalten, wenn Anbieter und Anwender gleichermaßen ihre Hausaufgaben machen“, sagt Eco-Geschäftsführer Alexander Rabe. Dazu zählen beispielsweise die Umsetzung hoher Datenschutz- und Sicherheits-Standards schon bei der Produktentwicklung, als auch das regelmäßige Einspielen von Sicherheits-Updates der vernetzten Produkte in den eigenen vier Wänden.

Der mögliche Missbrauch der persönlichen Daten hindere bislang 41,9 Prozent der Befragten, an den neuen Welten teilzunehmen. Bedenken haben laut der Umfrageergebnisse viele Menschen auch bezüglich eines möglichen Missbrauchs der Sprachassistenten durch Dritte (12,5 Prozent) sowie eine mögliche Überwachung und staatliche Strafverfolgung (11,1 Prozent). „Wenn es den Anbietern gelingt, mit nachweislich hohen Sicherheitsstandards die Bedenken der Menschen auszuräumen, dann werden auf der Basis digitaler Sprachassistenten auch zahlreiche neue Services für Unternehmen entstehen“, sagt Rabe.

Die Anbieter und Betreiber von Systemen der künstlichen Intelligenz seien hier gefragt, die Arbeitsweise ihrer Dienste und Produkte nachvollziehbar zu kommunizieren. Anwendern und Betroffenen müsse verständlich gemacht werden, wie eine künstliche Intelligenz arbeitet, warum die Systeme eine Empfehlung oder Entscheidung in einer bestimmten Situation und Form treffen und welche Daten verarbeitet und gegebenenfalls generiert werden. Nur so sei sichergestellt, dass künstlich intelligente Services breite gesamtgesellschaftliche Akzeptanz finden können.

„KI muss den Menschen in den Mittelpunkt stellen und unterstützen, dann sind auf ihrer Basis auch zahlreiche neue Services möglich, koordiniert und gesteuert von digitalen Sprachassistenten“, sagt Rabe. Vertrauen entstehe, wenn der Mensch und dessen Sicherheit schon beim Design neuer Lösungen in den Vordergrund gestellt werde.