Hausbesitzer legen mehr Wert auf Smart Home als Mieter

Smart Home Umfrage
Wie wichtig ist ein intelligentes Zuhause? Immoscout-24 hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Innofact nachgefragt. Grafik: Immoscout-24

Die Online-Plattform Immoscout-24 hat im Rahmen einer Umfrage in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut Innofact Mieter und Eigentümer zum Thema Smart Home befragt.

Demnach habe knapp jeder vierte Befragte (23,5 Prozent) bei sich zuhause bereits Haustechnik, Haushaltgeräte oder Unterhaltungselektronik mit digitalen Steuerungskomponenten vernetzt. Darüber hinaus gebe fast jeder Zweite (47,8 Prozent) an, seine Wohnung oder sein Haus mit vernetzter Technik ausrüsten zu wollen. Drei Viertel der Bevölkerung wohnen also bereits smart oder planen es für die nahe Zukunft. Genau die Hälfte der Befragten wünscht sich, dass Smart-Home-Anwendungen direkt zu Beginn eines Immobilienbaus eingeplant werden. Fast genauso viele, genauer gesagt 48 Prozent, seien überzeugt, dass Technik und Geräte dieser Art in ein paar Jahren in jedem Haushalt zu finden sein werden.

Bei der Frage, ob bei der Entscheidung für die nächste Wohnung oder das nächste Eigenheim Smart-Home-Anwendungen eine Rolle spielen werden, spalten sich den Umfrageergebnissen zufolge die Geister. Während 36 Prozent sagten, dass sie ihre Entscheidung davon abhängig machen werden, stimmten genauso viele dagegen. Die anderen 28 Prozent enthielten sich.

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Auf den Preis soll sich das technische Zusatzangebot besser nicht auswirken. Denn aktuell sei nur jeder Fünfte (22 Prozent) bereit, für das vernetzte Zuhause mehr Miete oder einen höheren Kaufpreis zu zahlen. In der Gruppe der Männer und Wohneigentümer sei es immerhin schon jeder Vierte (jeweils 27 Prozent).

Grundsätzlich bewerten Befragte, die eine Wohnimmobilie besitzen, die Relevanz von Smart-Home-Anwendungen höher als die Vergleichsgruppe der Mieter. Das zeige sich vor allem bei der Frage, ob Smart-Home-Anwendungen schon beim Bau berücksichtigt werden sollten. Während sich bei den Eigentümern 57 Prozent dafür aussprechen, sind es bei den Mietern nur 43 Prozent. Zudem bestätige sich das geschlechterspezifische Klischee des technikaffinen Mannes: So wollen 44 Prozent der Männer ihre nächste Immobilienentscheidung davon abhängig machen, wie smart das Zuhause vernetzt ist. Bei den Frauen sind es 27 Prozent. Und je älter die Befragten sind, desto eher nehme die Relevanz von Smart-Home-Anwendungen ab. Nur 15 Prozent der 50- bis 65-jährigen wären bereit, mehr Miete oder einen höheren Kaufpreis zu zahlen. Bei den 18- bis 29-jährigen sind es mit 29 Prozent fast doppelt so viele.

Methodik der Umfrage: Im Auftrag von Immoscout-24 hat die Innofact AG vom 2. bis 4. März eine Online-Befragung unter 1.001 Personen durchgeführt. Die Befragten wurden bevölkerungsrepräsentativ nach Alter (18 bis 65 Jahren) und Geschlecht ausgewählt.