Wirtschaftsinitiative Smart Living veröffentlicht energiepolitisches Positionspapier

Positionspapier WI Sl
Der Gebäudesektor spielt eine maßgebliche Rolle beim Erreichen der deutschen Klimaschutzziele – doch aktuell bremsen laut WI SL einige rechtliche, formelle und infrastrukturelle Hemmnisse die CO2-Minderungspotenziale von Gebäudeautomations- und Energiemanagement-Systemen noch aus. Foto: WI SL

Die Wirtschaftsinitiative Smart Living (WI SL) hat ein energiepolitisches Positionspapier zu Gebäudeautomation und Energiemanagement als wirtschaftliche Maßnahme zur CO2-Minderung in Wohngebäuden veröffentlicht.

Hintergrund: Der Gebäudesektor spielt eine maßgebliche Rolle beim Erreichen der deutschen Klimaschutzziele – doch aktuell bremsen laut WI SL einige rechtliche, formelle und infrastrukturelle Hemmnisse die CO2-Minderungspotenziale von Gebäudeautomations- und Energiemanagement-Systemen noch aus. Das stelle die Wirtschaftsinitiative Smart Living in ihrem aktuellen energiepolitischen Positionspapier fest, in dem sie auch Forderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen aufstellt.

Im Dialog mit der Politik konnten konkrete Maßnahmen und Zahlen für Einsparpotenziale bereits auf dem Parlamentarischen Abend der WI SL im Dezember 2019 erörtert werden (wir berichteten). Jetzt werde mit dem energiepolitischen Positionspapier ein weiterer Schritt gemacht, um die Entwicklungen aktiv voranzutreiben.

Die wichtigsten Forderungen der WI SL zur Ausschöpfung der Klimaschutzpotenziale im Gebäudesektor sind:

• Im Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) sollte die Gebäudeautomation verankert werden.

• Bürger sollten an der Energiewende beteiligt und das Mieterstrommodell besser ausgestaltet werden.

• Um Investitionen zu stärken, sollte die Förderlandschaft für Gebäudeautomation und Energiemanagement weiterentwickelt und Barrieren abgebaut werden. Dazu gehört eine sinnvolle Neustrukturierung der vorhandenen Förderprogramme, um Komplexität zu reduzieren.

• Die Entwicklung des von der EU geforderten Smart Readiness Indicator (SRI) zur transparenten Bewertung der technologischen Fähigkeiten eines Wohngebäudes sollte weiter vorangetrieben werden. Die WI SL erklärt die Bereitschaft, die praxisorientierte Entwicklung des SRI sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene zu begleiten.

• Die Rahmenbedingungen der Fachqualifikation im Bereich Smart Living sollten verbessert werden. Erforderlich sind eine schnelle Entwicklung von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine Verbesserung der technischen und personellen Ausstattung in Aus- und Weiterbildungsstätten.

Bei allen zu treffenden Maßnahmen sollte darüber hinaus die Prämisse eines fairen Lastenausgleichs zwischen Gebäudeeigentümern, Mietern und Staat bei gleichzeitiger Beseitigung der Markthemmnisse beachtet werden. Das Positionspapier entstand den Angaben zufolge im gemeinsamen Austausch der Teilnehmer der WI SL und bildet so einen Konsens von Unternehmen und Verbänden wichtiger Segmente des Smart-Living-Bereichs: Hersteller, Wohnungswirtschaft, Handwerk, Energiewirtschaft/-dienstleister, IT-Wirtschaft, Versicherungen, Handel, Speicherindustrie, Telekommunikation, Prüf- und Zertifizierungshäuser sowie Forschungsinstitute.

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