DFAB House
Auf dem Nest-Gebäude der Empa und Eawag in Dübendorf wurde das DFAB-House eröffnet. Es ist den Angaben zufolge das weltweit erste bewohnte Haus, das nicht nur digital geplant, sondern – mit Robotern und 3D-Druckern – auch weitgehend digital gebaut wurde. Foto: Roman Keller/Empa

Erstes komplett digital geplantes und gebautes Wohnhaus eröffnet

Auf dem Nest-Gebäude der Empa und Eawag in Dübendorf wurde das DFAB-House eröffnet. Es ist den Angaben zufolge das weltweit erste bewohnte Haus, das nicht nur digital geplant, sondern – mit Robotern und 3D-Druckern – auch weitgehend digital gebaut wurde. Für den Bau des DFAB-House haben Forschende aus acht Professuren der ETH Zürich im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) "Digitale Fabrikation" in Zusammenarbeit mit Industriepartnern gleich mehrere neuartige, digitale Bautechnologien erstmals vom Labor in reale Anwendungen überführt. "Das architektonische Potenzial von digitalen Bautechnologien ist immens. Nur leider kommen diese Technologien noch kaum auf die Baustellen. Mit dem DFAB-House gelingt es uns, Hand in Hand mit der Industrie neue Technologien zu erproben und so den Transfer von der Forschung in die Praxis zu beschleunigen", sagt Matthias Kohler, ETH-Professor für Architektur und digitale Fabrikation.

In rund zwei Monaten sollen die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen. Es handele sich dabei um akademische Gäste von Empa und Eawag. Im DFAB-House werden sie in einem intelligenten Zuhause leben. Ein Firmenkonsortium unter Leitung der Digital-Strom AG hat im DFAB-House Smart-Home-Lösungen eingebaut, die auf der herstellerunabhängigen Digital-Strom-Plattform basieren. Zu diesen gehören unter anderem eine intelligente und mehrstufige Einbruchsicherung, automatisierte Blend- und Beschattungsmöglichkeiten und die neueste Generation vernetzter, intelligenter Haushaltsgeräte.

„Bei der Realisierung eines Bauprojekts wie dem DFAB-House treffen traditionelle Bauweisen und neue Konzepte der digitalen Welt aufeinander. Der Weg vom digitalen Reissbrett zum realen Bau hat Wissenschaftler und Fachleute gefordert. Durch den konstruktiven Dialog wurde Visionäres praktisch umsetzbar und hoffentlich wird es bald in der Bauwirtschaft genutzt“, sagt Gian-Luca Bona, Direktor der Empa.

 

 

Neue Rubrik: Smarte Gebäude

Silke Koppers, verantw. Redakteurin

Neben den gewohnten Rubriken gibt es ab sofort eine neue Rubrik: Smarte Gebäude. Damit reagiert die Redaktion auf die sich verändernden Verhältnisse – in der Welt und auf dem Markt. In dieser Rubrik soll sowohl auf Smart-Home-Themen als auch auf Entwicklungen im Bereich Haus- und Gebäudeautomation eingegangen werden.



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