„Wir vom Handwerk sind diejenigen, die die Energiewende mithilfe innovativer Sonnenschutzsysteme der Produkthersteller umsetzen. Die Endverbraucher und unsere Fachbetriebe informieren wir stets über Neuerungen bezüglich des Sonnenschutzes und automatisierter Steuerungen. Wir fordern eine zielgerichtete Förderung von energiesparenden Umbaumaßnahmen anstatt einer zusätzlichen Kostenbelastung für gewerbliche und private Energieverbraucher“, erklärt Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen und Sonnenschutz (BVRS). Er und IVRSA-Geschäftsführer Lars Rippstein sprechen sich für eine differenzierte Betrachtung einer CO2-Besteuerung durch die Politik aus.
Nach Angaben des BVRS wird in der Diskussion um die Einführung einer CO2-Steuer nicht das große Einsparungspotenzial bei Gebäuden beachtet. Laut einer Studie der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA) macht die Heizwärme 68 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der privaten Haushalte in Deutschland aus. „Circa 22 Millionen Tonnen CO2 ließen sich einsparen, wenn alle Wohngebäude in Deutschland mit automatisiertem Sonnenschutz ausgestattet wären“, so Plück.
Wie bereits Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, anlässlich der Debatte klarstellte, sei der Innovationswettbewerb nach wie vor das wirksamste Verfahren. Zwar werde die energetische Gebäudesanierung bereits teilweise mit Förderprogrammen unterstützt, jedoch müssten diese insgesamt stärker in den Fokus rücken.

Ergebnis der Befragung, was für den Klimaschutz getan werden sollte. Quelle/Grafik: Statista
Bauelemente 2019-10-16T06:52:57Z Sonnenschutz fördern anstatt CO2 besteuern
zuletzt editiert am 24. August 2020