Die Digitalisierung schreitet bekanntermaßen überall voran – auch bei Tennisvereinen. Der weiße Sport ist seit vielen Jahren sehr beliebt und Vereinsmitglieder sowie Hobbyspieler sind gern so oft wie möglich auf dem Platz. Wie Sionet dabei ins Spiel kommt, lesen Sie im folgenden Bericht.
Normalerweise müssen Vereinsmitglieder den Tennisplatz über die Verwaltung ihres Clubs reservieren. Gleiches gilt für Hobbyspieler, die keine Mitglieder sind. Das ist nicht selten mit Aufwand verbunden, auch für den Verein. Die Plattform eTennis vereinfacht diese Arbeit und bietet unter anderem eine einfache Lösung für die Reservierung und Verwaltung der Tennisplätze, Turnier- und Mannschaftsverwaltung, sowie Vereinsbuchhaltung.
Doch nicht nur für den Zugang der Tennisclubmitglieder, sondern vor allem für Vermietung der Plätze an Externe sowie für Gewerbetreibende im Bereich Hallensport, bietet das System zusätzliche Einnahmen und ist somit nicht nur nützlich sondern vor allem wirtschaftlich.
Buchen und spielen
Über die Plattform eTennis.at oder eTennis.de bucht der Interessent seinen Platz, bezahlt per Online-Payment, woraufhin die Plattform einen Code generiert, der für den gebuchten Zeitraum Zutritt zur Tennishalle gewährt. Bei Zutritt kann automatisch ein Begrüßungsbildschirm angesteuert werden, die Lichtsteuerung in der Halle, und vieles Weitere.

Um technisch den Zugang zu Plätzen und Hallen zu ermöglichen, benötigt man eine intelligente Zutrittskontrolle, die eine passende Schnittstelle zur Buchungsplattform besitzt. Hier kommt Sionet ins Spiel und installiert bei den Tennisclubs, die eTennis nutzen, Zutrittskontrolltechnik von Dormakaba.
Ursprünglich hatte der Plattformbetreiber bei Dormakaba angefragt, wer diese Leistung bundesweit ausführen könnte. Wegen der überregionalen Anforderung hat wiederum Dormakaba bei Sionet angefragt, ob das junge Netzwerk diese Aufgabe übernehmen könnte – und es kann.
„Mit hoher Priorisierung, circa innerhalb einer halben Stunde nach Eingang der Anfrage, wird diese von uns bearbeitet“, erklärt Sven-Oliver Herbing, Prokurist von Knorr Sicherheitstechnik in Berlin und Sionet-Mitbegründer, den Ablauf. „Der Kunde, hier der Tennisverein, wird zu seiner individuellen Tür-Situation befragt und erhält anschließend umgehend ein Angebot. Sobald das angenommen wird, werden die notwendigen Maßnahmen getroffen. Meist wird dann unser Regionalpartner vor Ort aktiv und installiert das Dormakaba-System beim Tennisclub“, erläutert der Fachmann weiter.
Sollte in der betreffenden Gegend kein Sionet-Partner vertreten sein, werde eine Elek-trofirma in der Nähe des Kunden beauftragt. Und sollte diese auch nicht greifbar sein, könne sogar ein handwerklich geschicktes Clubmitglied die Installation übernehmen, weil Sionet nicht nur ein vorkonfektioniertes Paket fertig parametriert zusendet, sondern den Installateur virtuell unterstützt. Mit ihm werde Schritt für Schritt der Technikeinbau vorgenommen.
Sionet hat für eTennis ein gezieltes Modell entwickelt, Abläufe definiert und ein eigenes Dormakaba-Warenlager aufgebaut. So sei neben der zügigen Rückmeldung beim Kunden auch eine schnelle Lieferfähigkeit garantiert.
Die Projektleitung und das Warenlager sind zentral in Deutschland angesiedelt. Dort wird die Ware programmiert, mit der Plattform verknüpft und an den zuständigen Sionet-Partner verschickt. Die insgesamt 18 Partner mit einer hohen Kompetenzdichte – auch in Bezug auf den Hersteller Dormakaba – seien über ganz Deutschland verteilt und somit schnell vor Ort im Einsatz. Das Modell sei natürlich auf andere Plattformbetreiber in anderen Bereich übertragbar, so sind bereits Golfplätze und andere Sportstätten, sowie gewerbliche Sporthallen, damit ausgestattet worden.
Erfolgsbremse Corona
Trotz dieses Erfolges ist das Jahr 2020 für Sionet nicht so verlaufen wie geplant. Wie bei vielen hat auch bei dem jungen Netzwerk-Unternehmen Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Unsere Partner waren natürlich sehr damit beschäftigt, ihr Unternehmen an die durch Corona veränderten Gegebenheiten anzupassen. Hinzu kam, dass einige Kunden nicht besucht werden konnten und wir dadurch weniger Aufträge erhielten als gedacht“, sagt Herbing.
Doch für das Jahr 2021 gibt es schon vielversprechende Aufträge. So sind für eine große private Schule in München nun auch deren weitere Standorte in Deutschland auszurüsten. Zudem erstellt Sionet für eine große Hochschule unter Mitwirkung mehrerer Partner eine Gesamtanalyse.
Parallel wird weiter die CRM-Plattform für die Partner aufgebaut. Hier sei man schon relativ weit. Auf der Plattform sollen unterschiedliche Prozesse digital umgesetzt werden können. Im Anschluss daran werde es Dialogformate, Sonderprojekte, Weiterbildungsangebote und individuelles Consulting geben.
Trotz Corona haben sich die Partner so oft es ging getroffen, meist auf digitaler Ebene. So wurde auch Mitte Dezember der zweite Partnertag begangen, der eigentlich für November in Hamburg als Präsenzveranstaltung geplant war. Aber das soll unbedingt nachgeholt werden.
Was die Zukunft betrifft, sehe eine deutliche Mehrheit der Partner neben dem Fachkräftemangel eine große Gefahr darin, dass Hersteller zunehmend ihre eigenen Vertriebswege aufbauen und weniger auf den Handel setzen. Dennoch seien sich die Mitglieder einig, dass sie das Jahr 2021 gut überstehen werden und auch darüber hinaus aufgrund ihres ihrer Meinung nach nicht adaptierbaren Wissens rund um die Tür im Markt positionieren können. Vor allem sind sie davon überzeugt, dass sie im Sionet-Verbund schlagkräftiger agieren können als allein. Und das ist mehr als wahrscheinlich.
Über Sionet
Sionet ist eine Gründung von fünf gleichwertigen Gesellschaftern mit Branchenexpertise: Neben den Unternehmen Rilling, Freiburg; Bofferding, Hamburg; und Knorr Sicherheitstechnik, Berlin, gehören Christian Vogt, Der Kundenorientierer aus Bielefeld, und Silvia Mohn (geb. Riexinger), Eberhardzell, die auch die Geschäftsführung des Unternehmens innehat, zum Gründerkreis.
Sie alle hatten erkannt, dass sich neue Partnermodelle auf dem Markt etablieren und sich die Marktsituation durch Übernahmen verändert, die sowohl seitens der Industrie als auch seitens des Fachhandels erfolgen. Zudem drängten und drängen neue Anbieter über die Smart-Home-Schiene auf den Markt.