Unternehmen mit einem PIM-System im Einsatz wurden aus der Praxis heraus befragt. Quelle: SDZeCOM/Hochschule Aalen - Screenshot

Fachhandel

14. December 2020 | Teilen auf:

Studie zum Produktdatenmanagement

Die Hochschule Aalen hat in Zusammenarbeit mit dem Systemarchitekt und Systemintegrator SDZeCOM insgesamt 101 Unternehmen zu ihren Erfahrungen mit der Digitalisierung im Produktdatenmanagement und den Einsatz von PIM-Systemen befragt.

Hintergrund: Effizient verschlankte Prozesse in Kombination mit einer intelligenten Datenorganisation seien ein unverzichtbares Werkzeug im Produktdatenmanagement. Welche Nutzenpotentiale und skalierbaren Verbesserungen dabei ein PIM-System bringe, zeige die „ProDa#2“-Studie auf.

Die befragten Unternehmen unterscheiden sich laut Studienautoren charakteristisch sowohl in Branche, Unternehmensgröße als auch in erwirtschaftetem Umsatz. Betrachtet wurde unter anderem der Einfluss auf das Geschäftsmodell und die Einschätzung zu Kosten und Ressourcen. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer zum Thema Datenoptimierung und Prozessverbesserungen befragt.

Einige Einblicke in die Ergebnisse: Die Relevanz eines digitalisierten Produktdatenmanagements sei im Zuge der enormen Informationsflut auf dem Markt deutlich gestiegen. Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, seien über 60 Prozent der Industrie- und Handelsunternehmen bereits über drei Jahre im Produktdatenmanagement aktiv.

Branchenübergreifend bemerken zudem zwei Drittel der befragten Unternehmen eine Verbesserung in ihren Märkten durch die Implementierung eines PIM-Systems (68 Prozent Zustimmung aus der Industrie, 63 Prozent aus dem Handel). Sie geben an, dass sie ihre bestehenden Geschäftsmodelle besser am Markt platzieren konnten beziehungsweise mit dem Einsatz von PIM auf dem richtigen Weg dazu seien.

Produktdaten sind laut der Studienautoren die moderne Währung beim Informationswettkampf auf dem Markt. Die Konsolidierung von Produktdaten sichere die Datenqualität und sorge für gleichbleibende Kundenzufriedenheit. Die befragten Unternehmen geben demnach mit der Dauer der Nutzung eines PIM-Systems eine hohe Datenoptimierung an. Bei einer Laufzeit über drei Jahre, bestätigten 83 Prozent eine vereinfachte Darstellung von komplexen Datensammlungen. Über 90 Prozent bestätigten einen zentraler gestalteten Datenzugriff sowie die Vermeidung von Redundanzen in Datensätzen. 81 Prozent der Unternehmen geben eine grundsätzliche Verbesserung der Datenstruktur an und für 90 Prozent sei der Abruf spezifischer Daten optimiert worden.