Bauelemente 2020-06-08T10:49:54Z Tool zur Berechnung der Hitzeauswirkungen

Um die direkten Auswirkungen von Hitze auf die Wärme- und Transmissionswerte zu berechnen, haben die Hauptakteure der Sonnenschutzindustrie zusammen mit ES-SO, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Brüssel, eine detaillierte Datenbank und ein Berechnungsmodell namens ES-SDA (www.es-so-database.com) entwickelt. Die europäische Datenbank besteht nach Angaben der ES-SO aus nach CEN/ISO-Normen validierten und von Experten geprüften Leistungsdaten zum Sonnenschutz. Das Tool soll Sonnenschutzexperten helfen, die Bauindustrie bei der richtigen Wahl von automatisiertem Sonnenschutz und den Auswirkungen auf das Raumklima des zukünftigen Gebäudes genau zu beraten.
Das Werkzeug könne Fälle wie den in einem alten umgebauten Bürogebäude im Norden Londons vermeiden, in dem die Betriebstemperaturen während eines warmen Septembermonats ohne Beschattung 47,5 Grad Celsius erreichen sollen. Durch die Verwendung von Außenbeschattung (Jalousien oder Screenrollos) hätte dies auf akzeptablere 28 Grad Celsius reduziert werden können.
Automatisierte Sonnenschutzsysteme sollen das Aufheizen von Räumen verhindern, die Notwendigkeit einer künstlichen Kühlung vermeiden, dadurch den Energieverbrauch reduzieren und zu mehr Komfort bei allen Wetterbedingungen beitragen. Allerdings hat sich der weltweite Energieverbrauch für die Kühlung von Gebäuden seit dem Jahr 2000 verdoppelt, und ohne Effizienzsteigerungen könnte sich selbst dieser Wert bis 2050 noch einmal verdreifachen. Laut einer Studie der ES-SO aus dem Jahr 2015 kann Sonnenschutz 22 Prozent Energieeinsparungen und eine Reduzierung der CO2-Emissionen in Gebäuden in Europa um 137 Megatonnen pro Jahr bewirken.

zuletzt editiert am 24. August 2020
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