Johannes Schwörer
Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), freut sich über die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag. Foto: HDH
05.03.2018 Türen/Tore

HDH hofft auf Impulse durch Koalitionsvertrag

Die Holzindustrie freut sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung und hofft, dass diese so bald wie möglich die Probleme im Land anpackt“, sagt Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), Bad Honnef, nachdem die SPD-Mitglieder dem Koalitionsvertrag zugestimmt haben und die Große Koalition nun ihre Arbeit aufnehmen kann. Dass die neue Bundesregierung laut Koalitionsvertrag Hemmnisse für das Bauen mit Holz abbauen und ein Kompetenzzentrum für Wald und Holz im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufbauen will, sei ein „sehr wichtiges Signal für die gesamte Branche“, so Schwörer weiter.

Für die Baupolitik wurden im Koalitionsvertrag Impulse gegeben: Das Baukindergeld für Familien wird demnach den Ersterwerb von Wohneigentum erleichtern, dabei kann auch das geplante Bürgschaftsprogramm der staatlichen KfW-Bank helfen. Maßnahmen zur Baulandmobilisierung, wie die Einführung einer Grundsteuer C, können die Lage am Grundstücksmarkt entspannen. Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer seien ebenfalls ein richtiger Ansatz, allerdings sollte darüber hinaus eine bundesweite Absenkung der Grunderwerbsteuer auf 3,5 Prozent erfolgen. Der geplante flächendeckende Ausbau von Gigabit-Netzen ist überfällig, um den ländlichen Regionen den Anschluss an schnelles Internet zu ermöglichen.

Die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen sowie ein neues Gebäudeenergiegesetz seien durchaus wichtige Fortschritte. „Dennoch wären mehr Ambitionen für den Klimaschutz im Koalitionsvertrag notwendig gewesen“, so der HDH-Präsident. Ein echtes CO2-Einspargesetz fehle genauso wie Anstrengungen in Richtung einer ganzheitlichen Gebäudebilanzierung unter Berücksichtigung sogenannter „Grauer Energie“. „Diese ambitionierten Maßnahmen sind unerlässlich, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.“ Ebenso sei es hierfür sinnvoll, den Energiestandard KfW-Effizienzhaus 55 als Gebäudestandard festzusetzen, schließt Schwörer.

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