Arbonia
Die Halbjahresergebnisse 2018 von Arbonia zeigen ein erfreuliches organisches Wachstum bei stabiler Profitabilitätsentwicklung. Foto: Arbonia
14.08.2018 Türen/Tore

Halbjahresergebnisse von Arbonia zeigen organisches Wachstum und stabile Profitabilität

Bereinigt um die im zweiten Halbjahr 2017 aufgegebenen Geschäftsbereiche Industriedienstleistungen und Profilsysteme wuchs die Arbonia Gruppe nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr 2018 um 87 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 76,79 Millionen Euro) beziehungsweise um 15,6 Prozent auf einen Umsatz von 645,6 Millionen Schweizer Franken (rund 569,82 Millionen Euro). Das Ebitda erhöhte sich den Angaben zufolge von 34,5 Millionen Schweizer Franken (rund 30,45 Millionen Euro) in der Vorjahresperiode auf 44,2 Millionen Schweizer Franken (39,01 Millionen Euro) im ersten Halbjahr 2018. Das Ebit erhöhte sich laut Unternehmensmitteilung von 6,9 Millionen Schweizer Franken (sechs Millionen Euro) in der Vorjahresperiode auf 12,1 Millionen Schweizer Franken (rund 10,68 Millionen Euro) im ersten Halbjahr 2018.

Die Entwicklung der Nettoverschuldung wurde maßgeblich durch die Finanzierung der Akquisition der Vasco Group sowie der zur Weiterentwicklung getätigten Investitionen geprägt, heißt es in der Unternehmensmitteilung.

Im ersten Halbjahr 2018 sei Deutschland der größte Absatzmarkt der Arbonia gewesen, gefolgt von der Schweiz, Polen sowie Italien und Frankreich. In diesen Märkten erzielte das Unternehmen im Berichtszeitraum insgesamt 82 Prozent seiner Umsätze.

In Deutschland hielte sich der Wohnungsneubau auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr dürfte die Konjunktur aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der steigenden Preise sowie der Engpässe bei Handwerkern und Baugrundstücken allerdings an Schwung verlieren, heißt es in der Mitteilung. Der Heimatmarkt Schweiz halte sein Niveau, die Bautätigkeit dürfte sich aber konsolidieren. Weiterhin positiv entwickle sich der Markt in Polen, wobei sich auch hier mittelfristig ein Fachkräftemangel abzeichne. Dieses Risiko gelte ebenso für die konjunkturell expandierenden osteuropäischen Länder Slowakei und Tschechien.

Die Division Fenster blicke grundsätzlich auf einen erfreulichen, durch Umsatzwachstum in allen ihren Kernmärkten geprägten Geschäftsverlauf zurück. Das Hauptaugenmerk der Division liege zurzeit auf dem Hochfahren des Produktionsoutputs im Holz-Kompetenzzentrum in Langenwetzendorf (D) auf ein Vielfaches der Vorjahresmenge. Dieser Standort soll 2019 das Werk in Altstätten (CH) ablösen. Zurzeit belaste dieser Zustand die Profitabilität der Division erheblich. Trotz der herausfordernden Situation auf dem Arbeitsmarkt konnte der Personalbestand in der Zwischenzeit dank intensiver Rekrutierung von Fachkräften verdoppelt werden. Zudem konnte die Produktivität am Standort dank der Umsetzung eines umfangreichen Massnahmenpakets deutlich verbessert werden.

Die Division Türen verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 laut Arbonia einen sehr guten Geschäftsgang. Die guten Geschäftszahlen basierten insbesondere auf der erfolgreichen Integration der Ende 2016 mit der Looser Gruppe übernommenen Türengesellschaften Prüm, Garant und Invado. Diese hatten die Arbonia nach eigenen Angaben zu einer neuen Unternehmensgröße und strategischen Positionierung als führender europäischer Anbieter von Innentüren gebracht.

Aufgrund der guten Nachfrage und der weiterhin sehr ansprechenden Auftragseingänge arbeiteten die beiden Werke in Deutschland sowie das Werk in Polen an der Kapazitätsgrenze. Dementsprechend investiere die Arbonia momentan intensiv in diese drei Standorte.

Die Arbonia Gruppe erwartet, dass sich die gute Umsatz- und Ertragsentwicklung des ersten Halbjahrs 2018 in der zweiten Jahreshälfte aufgrund des beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Umfelds abschwächen wird (die Konjunkturprognosen für unsere Hauptmärkte sind verhaltener als zum Jahresanfang). Zudem werde die Entwicklung der Division Fenster von den Verzögerungen am Standort in Ostdeutschland und dem erstarkten Euro gehemmt.

Die Arbonia hält für das Gesamtjahr 2018 dennoch an der Guidance fest: Sie erwartet ein organisches Wachstum von drei Prozent. Für das Jahr 2019 erwartet die Arbonia weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent.

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