Westag & Getalit
Die Westag & Getalit AG hat im Geschäftsjahr 2018 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 233,2 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 234,4 Millionen Euro). Foto: Westag & Getalit
01.04.2019 Türen/Tore

Rückgang der Umsatzerlöse bei Westag & Getalit und Abschied Finanzvorstand

Die Westag & Getalit AG hat im Geschäftsjahr 2018 Konzernumsatzerlöse in Höhe von 233,2 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 234,4 Millionen Euro). Der Gesamtumsatz sei trotz des grundsätzlich positiven Umfelds des Bauhauptgewerbes durch die schwächere Entwicklung des Inlandsgeschäfts beeinträchtigt. Notwendige Revisionsarbeiten an der Kraftwerksanlage und der damit verbundene Stillstand wirkten sich zudem nach Unternehmensangaben nachteilig auf den Inlandsumsatz aus.

Die Exporterlöse entwickelten sich laut Unternehmensmitteilung in beiden operativen Sparten positiv. Sie konnten gegenüber 2017 um sechs Prozent gesteigert werden und beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 57,9 Millionen Euro. (Vorjahr 54,6 Millionen Euro). Die Exportquote stieg damit einhergehend den Angaben zufolge von 23,3 Prozent auf 24,8 Prozent.

Die Umsatzerlöse der Sparte Oberflächen/Elemente erhöhten sich in 2018 auf 103,3 Millionen Euro und damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent. Die Umsätze der Sparte Türen/Zargen beliefen sich vor dem Hintergrund nahezu ausgelasteter Maschinenkapazitäten und aufgrund schwieriger Wettbewerbsbedingungen auf 125,4 Millionen Euro, heißt es aus dem Unternehmen. Sie lagen damit um 1,2 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert in Höhe von 126,9 Millionen Euro. Die Exporterlöse der Sparte erhöhten sich in 2018 von 24,4 Millionen Euro um 9,8 Prozent auf 26,8 Millionen Euro. Bedingt durch die Ausweitung des Projektgeschäfts stieg die Exportquote von 19,2 Prozent auf 21,4 Prozent. Die Umsätze des Zentralbereichs reduzierten sich von 6,9 Millionen auf 4,5 Millionen Euro in 2018.

Das Konzernergebnis vor Steuern belief sich auf sechs Millionen Euro (Vorjahr 9,1 Millionen Euro). Dabei sei die Ertragslage des Konzerns in 2018 insbesondere durch den Anstieg der Material- und Frachtkosten sowie der Personalaufwendungen belastet gewesen. Zum Ausgleich dieser Kostensteigerungen und zur Stabilisierung der Deckungsbeiträge hat die Gesellschaft bereits Ende des 3. Quartals 2018 Preiserhöhungen für die eigenen Produkte in 2019 angekündigt. Zusätzlich gab es im Geschäftsjahr 2018 einmalige Ergebnisbelastungen, heißt es in der Bilanzpressemitteilung. Die Auswirkungen der Kraftwerksrevision und notwendige Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Gesellschaft belasteten das Konzernergebnis insgesamt mit 3,3 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2017 sei das Jahresergebnis 2018 durch die Tatsache begünstigt, dass die im Vorjahr im Rahmen der Sortimentsneuordnung angefallenen Aufwendungen in 2018 nicht zu verzeichnen waren. Entsprechend zum Vorsteuerergebnis entwickelte sich auch der Konzernjahresüberschuss und erreichte einen Wert von 4,5 Millionen Euro (Vorjahr 6,5 Millionen Euro).

Aufgrund des grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Umfelds sieht das Management für die Westag & Getalit AG optimistisch in die Zukunft. Auf Basis der Stärken des Unternehmens sei es das Ziel, die Geschäftstätigkeit mit einer Produkt-Markt-Matrix zu analysieren und sich auf margenstärkere Produkte und Märkte zu konzentrieren. Dazu gehöre eine Überprüfung der strategischen Ausrichtung, mit der das Produktportfolio und die Serviceleistungen bewerten werden. Darüber hinaus werden laut Unternehmensmitteilung interne Abläufe dahingehend geprüft, inwieweit externe Partner das Unternehmen unterstützen können, die Effizienz weiter zu verbessern. Es sei das Ziel des Vorstands, die Ertragslage des Konzerns zu verbessern und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erreichen.
Positiv sollen sich dabei auch die neuen Entwicklungsmöglichkeiten auswirken, die sich innerhalb der Broadview-Gruppe für das Unternehmen ergeben. Die Gruppe eröffnet den Zugang zu neuartigen Technologien, neuen Produkten sowie einem erweiterten Vertriebsnetz, ohne dass die Westag & Getalit AG ihr eigenständiges Profil verliere.
Insgesamt erwartet das Management für 2019 einen Anstieg der Umsatzerlöse im oberen einstelligen Prozentbereich sowie eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern und damit einhergehend auch des Konzernjahresüberschusses.

Zudem hat das Unternehmen im Zuge der Bilanzpressemitteilung eine Personalie bekannt gegeben: Christopher Stenzel, seit November 2015 Finanzvorstand der Westag & Getalit AG, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2019 verlassen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Ein Nachfolger wurde nicht bekannt gegeben.

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