GDV Statistik Einbrüche
Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che erreicht laut GDV ein 20-Jah­res-Tief. Grafik: GDV

Zahl der Wohnungseinbrüche weiter gesunken

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) sowie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben zeitgleich die Kriminalstatik für 2018 und damit die aktuellen Einbruchszahlen veröffentlicht. Beide Statistiken weisen einen Rückgang auf: Laut BMI gab es im vergangenem Jahr 97.504 polizeilich erfasste Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl, was einem Rückgang im Vergleich zu 2017 von 16,3 Prozent entspreche. Die Aufklärungsquote war 2018 mit 18,1 Prozent (2017: 17,8 Prozent) erneut gering.

Den deutschen Versicherern, die in ihrer Statistik im Gegensatz zum BMI die erfassten Fälle von Einbrüchen in Keller, Dachböden oder Wirtschaftsräume auflisten, wurden rund 110.000 Einbrüche in 2018 gemeldet. Das seien rund 20.000 Einbrüche weniger als im Vorjahr (circa 15 Prozent Rückgang). Auch die Schadenhöhe sei um 50 Millionen Euro gesunken und liege mit 310 Millionen Euro auf dem niedrigsten Stand seit dem Jahr 2007. Im Durchschnitt verursachte ein Einbruch Schäden in Höhe von rund 2.850 Euro – das sind 100 Euro mehr als im Jahr 2017.

Laut BMI steigt der Anteil der versuchten Einbrüche weiter und liegt bei über 45 Prozent. Dies sei ein Indiz dafür, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung und die bestehenden Programme zur finanziellen Förderung zum Einbau von Einbruchsschutzmaßnahmen ihre Wirkung entfalten und die Vollendung der Taten verhindern. „Vorsorge wirkt“, kommentierte auch GDV-Präsident Wolfgang Weiler und fordert: „Moderne Sicherheitstechnik muss als Standard in die Bauvorschriften für Neubauten aufgenommen werden”. Hauptangriffspunkte der Einbrecher sind vor allem Fenster und Türen. Bei Neubauten werden in Deutschland einbruchhemmende Fenster und Türen nicht standardmäßig eingebaut. Vorschriften zur Beschaffenheit und zu den Widerstandsklassen von Fenstern und Türen gebe es laut GDV bislang nicht. „Nahezu jeder zweite Einbruchsversuch wird abgebrochen, weil Täter nicht schnell genug ins Haus kommen“, sagt Weiler. Durch Mindestanforderungen für neu eingebaute Fenster und Türen könnte der Einbruchschutz wirksam erhöht werden.

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