12.06.2020 Türen/Tore

Markt für Innentüren ist rückläufig

Innentüren
Der Markt für Innentüren in Europa hat unter der Corona-Krise gelitten und wird sich nur langsam wieder erholen. Foto: Pixabay

Aufgrund der Corona-Krise wird der Markt für Innentüren in Europa (Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien) in diesem Jahr wertmäßig um 9,7 Prozent schrumpfen. Auch wenn der Markt 2021 sich wieder leicht erholt, werde es noch einige Zeit länger dauern, bis das Marktvolumen in Europa wieder das Niveau von 2019 erreicht hat. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Interconnection Consulting mit Sitz in Wien in ihrer jüngsten Studie.

Allein der deutsche Markt wird 2023 aus heutiger Sicht ein größeres Marktvolumen aufweisen als 2019. Jedoch ist auch am größten westeuropäischen Markt für Innentüren 2020 mit einem dicken Minus von 6,4 Prozent in Wert zu rechnen. Während sich jedoch der Absturz in Deutschland 2021 verlangsamt, verstärkt sich der Rückgang in den Ländern Frankreich und Großbritannien 2021 sogar noch einmal und wird dann in beiden Ländern im zweistelligen Bereich liegen. Italien ist das Land, welches die Krise am stärksten trifft. In diesem und im nächsten Jahr wird ein Absturz der Branche von 22,7 respektive 22,5 Prozent von den Marktforschern prognostiziert.

Wie es in einer Mitteilung zu der Studie weiter heißt, habe der Inntürenmarkt bereits vor der Krise unter Druck gestanden und stagniert. Die Marktforscher führen das unter anderem auf die veränderten Einrichtungswünsche der Verbraucher zurück. "Andere Raumtrennungssysteme bekommen mehr Zuspruch und senken daher die Anzahl der Türen pro Wohnungseinheit", sagt Jan Hudak, Autor der Studie. Auf der anderen Seite wird es im Objektbau, zum Beispiel im Bürosegment, als Reaktion auf die Krise einen Anstieg der Nachfrage nach Innentüren geben, da wieder mehr Trennung der Mitarbeiter gefordert ist. Dies wird den Anteil des Nicht-Wohnbaus erhöhen, der derzeit bei weniger als einem Drittel liegt.

+++ Corona-Virus +++

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