10.07.2020 Türen/Tore

Außentürenbranche schwer von Krise getroffen

Außentüren in Westeuropa
Auf dem Markt für Außentüren in Westeuropa rechnet Interconnection Consulting erst im Jahr 2022 mit einer leichten Erholung. Grafik: Interconnection Consulting

Der Markt für Außentüren in Westeuropa wird von der Corona-Krise schwer erschüttert. Für die Jahre 2020 sowie 2021 wird jeweils ein Absatzrückgang von mehr als zehn Prozent erwartet. Erst 2022 wird mit einer leichten Erholung gerechnet, wie eine Studie von Interconnection Consulting, Wien/Österreich, zeigt.

Auch wenn der Markt für Außentüren 2022 die Trendwende schaffe, werde noch 2023 das Marktvolumen weit hinter dem Vorkrisenniveau zurückbleiben. Bis 2023 werde der Markt durchschnittlich 1,5 Prozent – basierend auf dem Vorkrisenniveau – schrumpfen. Die Prognosen zeigen, dass die derzeitige Krise zu einer stärkeren Kontraktion der Wirtschaftsleistung europaweit führe als die Finanzkrise im Jahre 2009, wobei die westeuropäischen Länder stärker vom Abschwung betroffen sein sollen als Osteuropa.

Gerade die von der Pandemie stark betroffenen Länder, wie Italien, Spanien und Großbritannien sollen nach Angaben der Marktforscher die höchsten Rückfälle erleiden. Das Wohnbauvolumen werde 2020 in Westeuropa um 12,7 Prozent und 2021 um weitere 13,5 Prozent abstürzen. Der Zeitpunkt des Tiefpunktes wird in den meisten Ländern 2021 erreicht sein. Jedoch zeigt die Studie auch, dass Länder wie Österreich, Belgien, Italien, Luxemburg, Niederlande und Portugal voraussichtlich erst 2022 den Tiefpunkt der Negativspirale im Wohnbau – dem wichtigsten Markt für Außentüren – erreichen werden.

Im Materialsektor bei Außentüren gebe Aluminium den Ton an mit einem Marktanteil von 30 Prozent. PVC-Türen sollen mit einem Anteil von 25,9 Prozent an zweiter Stelle stehen. Die Studie für den westeuropäischen Außentürmarkt analysiert 15 Länder (Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Italien, Spanien, Vereinigtes Königreich, Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Portugal).

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