Trotz Terminverschiebung: Immer mehr Unternehmen sagen wegen des Corona-Virus ihre Teilnahme an der Fensterbau/Frontale ab. Foto: Nürnberg-Messe

Beschlag- und Sicherheitstechnik

13. March 2020 | Teilen auf:

Überblick – Absagen Fensterbau/Frontale

Seit dem der neue Termin für die von März auf Juni verschobene Fensterbau/Frontale mit der Holz-Handwerk bekannt ist, sagen nach und nach einige Aussteller ihre Teilnahme ab. Da mit weiteren Absagen zu rechnen ist, aktualisieren wir hier diese Meldung fortlaufend.
Bisher abgesagt haben (in chronologischer Reihenfolge): Roto, Dr. Hahn, G-U, C.R. Laurence, Schüco, Meesenburg, Gutmann, Alukon, Rehau, Profine, Somfy, Beck+Heun, HOPPE, Salamander, 3E, Heroal, Regel-Air Becks, Veka, Soudal, Simonswerk, Breuer & Schmitz und nun (19. März) auch Renolit und Siegenia sowie Gealan, Oknoplast und Stadur.
Hier die ausführlichen Begründungen beziehungsweise Verlinkungen zu den Einzelmeldungen:
lesen Sie hier.
lesen Sie hier.
lesen Sie hier.
Der Anbieter für Beschläge hat seine Messebeteiligung ebenfalls abgesagt: „Die nach wie vor unübersichtliche Lage aufgrund des Corona-Virus und der recht zeitnahe Ausweichtermin haben zu dieser Entscheidung, die wir sehr bedauern, geführt“, erklärt Dominik Hinzen, Geschäftsführer von C.R. Laurence of Europe. „Wir haben eine besondere Verantwortung unseren Mitarbeitern und Kunden gegenüber und stellen das gesundheitliche Wohl über alle wirtschaftlichen Erwägungen“, so Hinzen weiter. 2022 will das Unternehmen wieder dabei sein.
: lesen Sie hier.
Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus und der nicht absehbaren Dauer, macht auch Meesenburg vom Angebot der Nürnberg-Messe für den verschobenen Termin keinen Gebrauch. „Der organisatorische Aufwand für eine solche Messeteilnahme – auch für unseren überschaubaren Stand – ist natürlich enorm. Viele zusätzliche, außerhalb der regulären Arbeitszeit geleistete Arbeit steckt in der Vorbereitung einer solchen Messe. Uns allen hätte es Spaß gebracht auf der Veranstaltung gemeinsam mit unseren Kunden, Lieferanten, Kollegen und Freunden zu arbeiten. Wir sind alle sehr traurig und enttäuscht, dass wir darauf jetzt verzichten müssen“, erklärt Geschäftsführer Martin Meesenburg. „Der finanzielle Aufwand ist schon erheblich, aber der emotionale Aufwand wiegt schwerer. Wir sind gerade dabei, unser Unternehmen aufgrund der Corona-Ausbreitung organisiert und planvoll in einen Notfallmodus zu versetzen“, berichtet der Unternehmer weiter.
lesen Sie hier.
Auf der Internetseite der Hörmann-Tochter Alukon steht seit dem 16. März ebenfalls, dass von einer Teilnahme abgesehen wird. "Angesichts dieser Tatsache und der sich täglich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen von Großveranstaltungen, haben wir uns entschlossen, die diesjährige Messeteilnahme an der Fensterbau Frontale zum verschobenen Termin abzusagen. Wir bedauern die aktuelle Situation, hoffen auf Ihr Verständnis und freuen uns schon jetzt auf eine erfolgreiche Fensterbau Frontale 2022. Sollten Sie noch Fragen haben, steht Ihnen Ihr Alukon Team wie immer gern zur Verfügung", heißt es auf der Seite.
lesen Sie hier.
: lesen Sie hier.
: Ebenfalls der Fensterbau/Frontale fern bleiben wird Beck+Heun. Grund für die Entscheidung sei das zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbare Gesundheitsrisiko für die Mitarbeiter und Geschäftspartner aufgrund der fortschreitenden Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2.
Mit Rücksicht auf die Gesundheit aller Beteiligten hat nun (mittags am 17. März) auch der Griffhersteller HOPPE sich dazu entschlossen, nicht in Nürnberg auszustellen.
Nach Einschätzung von Salamander ist die Ausrichtung einer Messe im Juni von einem relevanten Risiko für Kunden, Mitarbeiter und Messebesucher belegt. Daher hat sich die Salamander Industrie-Produkte GmbH entschlossen die Teilnahme zum Juni-Termin abzusagen. „Wir treffen diese Entscheidung nicht leichtfertig. Die Fensterbau/Frontale hat für uns einen sehr hohen Stellenwert als internationale Leitmesse und Kommunikationsplattform im persönlichen Kontakt zu unseren Partnern, Kunden und interessierten Besuchern. Auch in diesem Jahr wollten wir die Messe nutzen, um unsere richtungweisenden Innovationen dem nationalen und internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es jedoch wichtiger umfassende Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen, um die Infektionskette des Coronavirus zu unterbrechen. An erster Stelle steht für uns die Gesundheit jedes einzelnen Menschen. Das ist was final wirklich zählt“, sagt Götz Schmiedeknecht, CEO der Salamander-Gruppe.
„Die Auswirkungen der Pandemie zeigen schon heute deutlich, dass wir unsere Messeziele nicht erreichen werden“, erklärt Gerhard Ebert, Inhaber der 3E Datentechnik GmbH, am nachmittag des 17. März. Vor diesem Hintergrund hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, die Teilnahme an der geplanten Fensterbau/Frontale abzusagen. „Wir haben uns schon lange nicht mehr so auf eine Messe gefreut wie auf die diesjährige Frontale. Und wir hatten großartige Neuentwicklungen im Gepäck. Doch zu unserem Bedauern ist der Ersatztermin im Juni aus unserer Sicht einfach noch zu früh, denn die Branche ist bis auf Weiteres mit der Bewältigung der Situation beschäftigt", so Ebert weiter.
: Auch Heroal hat am Nachmittag des 17. März der Fensterbau/Frontale eine Absage erteilt: „Eine Messe lebt vom persönlichen Austausch zwischen den Messebesuchern und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Da in der derzeitigen, sich ständig wandelnden Situation nicht absehbar ist, wie sich die Lage bis zum verschobenen Messetermin im Juni verändern wird, sehen wir von einer Teilnahme an der Messe ab“, erklärt Dr. Theresa Schöne, Marketingleitung bei Heroal. „Die Fensterbau/Frontale ist eine wichtige Messe für uns, auf der wir gern unsere Neuheiten präsentiert hätten. In diesen schwierigen Zeiten zählt für uns allerdings vornehmlich die Verantwortung gegenüber allen Beteiligten sowie unser Beitrag dazu, die Verbreitung des Virus einzudämmen“, erläutert Schöne weiter.
: Der niederrheinische Spezialist für Fensterlüfter Regel-Air Becks hat seine Teilnahme als Aussteller an der Fachmesse Fensterbau/Frontale 2020 im kommenden Juni abgesagt. Sollte die Messe noch einmal verschoben werden, wird seitens des Unternehmens die Lage dann neu beurteilt. Auch bei der Fensterbau/Frontale 2022 will das Unternehmen wieder als Aussteller antreten.
lesen Sie hier.
Auch der international führende Kleb- und Dichtstoffhersteller Soudal sagt seine Teilnahme an der auf Mitte Juni verschobenen internationalen Fachmesse in Nürnberg endgültig ab. „Unserer Einschätzung nach kann angesichts der gegenwärtigen Entwicklung nicht davon ausgegangen werden, dass die Ausbreitung des Corona-Virus bis Mitte Juni soweit eingedämmt ist, dass eine internationale Großmesse wie die Fensterbau ohne Infektionsgefahr für Besucher und Aussteller durchgeführt werden kann“, sagt Harald Lüdtke, Geschäftsführer Soudal Deutschland N.V. „Wir haben uns daher nach reiflicher Überlegung und schweren Herzens gegen eine Messeteilnahme in diesem Jahr entschieden.“
Nach einer intensiven Besprechung hat auch der Bandhersteller aus Rheda-Wiedenbrück der Messe heute (18. März) eine Absage erteilt, wie der Redaktion mitgeteilt wurde.
: Der Solinger Bandspezialist erachtet eine Teilnahme angesichts der derzeitigen Corona-Krise als zu großes gesundheitliches Risiko. „Derzeitig sehen wir keine Chance, dass sich die Situation bis zum neu angesetzten Messetermin soweit ändert, dass eine Teilnahme ohne gesundheitliche Risiken möglich ist“, sagt Geschäftsführer Patrick Müller. Sollte die Messe noch einmal um ein paar Monate verschoben werden, wird seitens des Unternehmens die Situation neu beurteilt. Auf der Fensterbau/Frontale 2022 will Breuer & Schmitz wieder als Aussteller dabei sein.
: „Zum einen sehen wir es als unsere Verpflichtung an, damit eine Präventivmaßnahme zur Ein-dämmung der derzeit grassierenden Pandemie zu leisten“, sagt Stefan Friedrich, Geschäftsbereichsleiter Renolit Exterior. Zum anderen möchte das Unternehmen die für die Messe geplanten Neuheiten kurzfristig seinen Kunden vorstellen.
: hier lesen Sie merh dazu.
: lesen Sie hier.
Mehr zum Thema lesen Sie im nächsten Schloss+Beschlagmarkt (Ausgabe 4/20) und der Bauelement&Technik-Ausgabe 3/20.