nordrhein-westfälisches Metallhandwerk, Umsatzrückgang 2020
Für das Jahr 2020 verzeichnet das nordrhein-westfälische Metallhandwerk bei Aufträgen und Umsatz einen Rückgang. Quelle: FV Metall NW

Bauwirtschaft

15. January 2021 | Teilen auf:

Umsatzrückgang im NRW-Metallhandwerk

Für das Jahr 2020 verzeichnet das nordrhein-westfälische Metallhandwerk insgesamt einen Umsatzrückgang von rund sechs Prozent. Dabei seien es insbesondere die feinwerkmechanischen Unternehmen, die im abgelaufenen Jahr sinkende Umsätze verzeichneten.

Drei von vier Feinwerkmechaniker mussten im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang hinnehmen, der mit durchschnittlich 18 Prozent eine echte Herausforderung für die Unternehmen ist, heißt es vonseiten des Fachverbandes Metall Nordrhein-Westfalen. Doch auch das Metallbauerhandwerk hat im Jahr 2020 seinen Aufwärtstrend nicht fortsetzen können. Zwar konnten mehr als 43 Prozent der Unternehmen ihre Umsätze noch leicht steigern, demgegenüber stehen jedoch 39 Prozent der Unternehmen mit zum Teil deutlichen Umsatzeinbußen. 

Die Entwicklung aus dem „Coronajahr“ spiegelt sich laut Fachverband Metall NW auch in der Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Situation wider: Mehr als jedes dritte feinwerkmechanische Unternehmen beurteilt zum Jahreswechsel seine wirtschaftliche Lage als mangelhaft oder schlechter und nur eines von zehn als gut oder besser. Nahezu spiegelbildlich die Einschätzungen der Metallbauer: 45 Prozent schätzen ihre Lage als gut ein und nur knapp jedes zehnte Unternehmen als mangelhaft oder schlechter.

Die Aussichten auf das Jahr 2021 sind zwiespältig. Fast 36 Prozent der baunahen Unternehmen befürchten eine Verschlechterung der eigenen wirtschaftlichen Situation. Dazu korrespondieren die niedrige Investitionsneigung von unter 45 Prozent und der geplante Beschäftigungsabbau bei mehr als jedem zehnten Unternehmen. Angesichts der guten Auslastungen in der Vergangenheit ist die Einschätzung von knapp 60 Prozent der Unternehmen auf eine unveränderte wirtschaftliche Entwicklung positiv zu bewerten. Nochmals deutlich zurückhaltender sind die Feinwerkmechaniker: Mehr als jeder Fünfte erwartet einen weiteren Rückgang im Umsatz und den Erträgen, fast jedes dritte Unternehmen plant einen Personalabbau und 60 Prozent planen im Jahr 2021 keine größeren Investitionen. Das Metallhandwerk insgesamt erwartet im Jahr 2021 einen zunehmenden Wettbewerb im Absatzmarkt. Höherer Preisdruck (54 Prozent) und ein befürchteter Auftragsmangel (40 Prozent) seien hier klare Indizien. Demgegenüber ist der Fachkräftemangel mit knapp 72 Prozent lediglich noch bei den Metallbauern die Herausforderung Nummer eins für 2021.