Die Umsätze mit Bekleidungsmaterial für vorgehängte hinterlüftete Fassaden ist in Österreich im letzten Jahr um 1,3 Prozent auf 50,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Foto: Free-Photos/Pixabay

Bauelemente

30. March 2020 | Teilen auf:

Unerwarteter Marktrückgang in Österreich

Der Markt für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) hat sich in Österreich im Jahr 2019 rückläufig entwickelt: Die Umsätze mit Bekleidungsmaterial für diese Fassaden gingen um 1,3 Prozent auf 50,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zurück. Das zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu vorgehängten hinterlüfteten Fassaden des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.
Diese Entwicklung käme laut der Marktforscher vor dem Hintergrund einer wachsenden Neubauproduktion, insbesondere im Objektbau, unerwartet. Der Abschwung erfolgte jedoch nicht auf breiter Front, sondern war im Wesentlichen in zwei Produktgruppen zu verorten. Zum einen bei Metallbekleidungen, mit einem allerdings nur moderaten Umsatzrückgang um 0,9 Prozent. Zum anderen im Segment Faserzement, wo die Kontraktion allerdings um ein Vielfaches stärker war. Im Vergleich zu 2018 schrumpften die Erlöse hier um nahezu elf Prozent auf rund 8,4 Millionen Euro. Zuwächse gab es indessen abermals bei HPL mit plus 2,4 Prozent und insbesondere bei Stein- und Keramikfassaden mit einem Plus von 8,9 Prozent.
Auch der weitere Ausblick ist wenig erfreulich. Prognostiziert wird ein Rückgang um rund 1,5 Prozent im laufenden Jahr und eine Konsolidierung auf dem Niveau von 2019 im kommenden Jahr.