Der Anteil der Objekte mit Smart-Home-Infrastruktur liegen im Promille-Bereich. Grafik: obs/Company Partners CMP/Matthias Richter

2018-01-26T10:17:43Z Untersuchung zeigt Defizite im Wohnungsbau bei der Smart-Home-Infrastruktur

Die Unternehmensberatung Company Partners CMP hat in einer groß angelegten Untersuchung festgestellt, dass der Anteil der Neubauprojekte, die über eine moderne Smart-Home-Infrastruktur verfügen, im Promillebereich liegt. Nach Angaben der Unternehmensberater verfügen von den 325.000 in 2017 fertiggestellten Wohnungen nur 700 über eine moderne Smart-Home-Infrastruktur. Smart-Home-Technologie bleibe damit dem "Do it Yourself"-Markt vorbehalten. Analysiert wurden das Neubau-Wohnungs- und -Hausangebot von Immobilien-Plattformen in Deutschland nach den Begriffen "Smart Home" inklusive synonymer Fachbegriffe. Ferner wurden die Prüfungsordnungen von neun renommierten Universitäten mit den Bachelor- und/oder Masterstudiengängen Architektur untersucht. Auch hier fielen die Ergebnisse ernüchternd aus.
Aus Sicht von Company Partners liegt ein strategisches Defizit im Wohnungsbau vor, weil der Investitionsschutz für die meisten Käufern von Neubauobjekte unzureichend ist. Wohnungen blieben 80 bis 100 Jahre in Nutzung und so lange könnten sich gegebenenfalls auch Eigentümergemeinschaften darüber streiten, ob nachgerüstet werden soll oder nicht. Bemerkenswert sei, dass "Anlageobjekte", also Immobilien, die vor allem als Renditeobjekte gekauft werden, nur in seltenen Fällen mit Smartphone-Technologie ausgerüstet sein. Die technologischen Defizite, insbesondere die fehlende Infrastrukturverbindung zwischen Sonder- und Gemeinschaftseigentum, könnten schon in wenigen Jahren zu Wertverlusten führen.

zuletzt editiert am 24. August 2020
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