Der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv) hat eine Online-Befragung unter 2.000 Teilnehmern von Hopp Marktforschung zum Thema Sicherheit von vernetzten Geräten durchführen lassen.
Demnach sorgen sich 75 Prozent der Befragten, dass wegen Sicherheitslücken beim Anbieter ihre persönlichen Daten im Netz auftauchen. Neun von zehn Befragten erwarten laut der Befragung den aktuellsten Stand der Technik, wenn sie sich vernetzte Geräte und digitale Anwendungen anschaffen. Zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten Internetnutzer erwarten, dass Anbieter Sicherheitsupdates für einen verpflichtenden Zeitraum bereitstellen. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) stimme der Aussage zu, sich hauptsächlich auf die voreingestellten Sicherheitsvorkehrungen ihrer digitalen Anwendungen zu verlassen. Neun von zehn Befragten (90 Prozent) sei es wichtig, dass ihre vernetzten Geräte und digitalen Anwendungen bei Anschaffung dem aktuellsten Stand der Technik in Sachen Daten- und IT-Sicherheit entsprechen. Große Relevanz haben für sie bei vernetzten Geräten dabei schnell bereitgestellte sicherheitsrelevante Updates nach Bekanntwerden von Sicherheitslücken (93 Prozent) und dass Neugeräte mit der aktuellsten Version des Betriebssystems ausgestattet sind (88 Prozent), heißt es in der Auswertung der Befragung.
„Entscheidend ist, Technik sicher und datenschutzgerecht zu gestalten. Schon in der Entwicklung und Implementierung haben Produkte und Dienste ein hohes Maß an IT-Sicherheit nach dem neuesten Stand der Technik zu erfüllen, die security by design, und sollten auch mit entsprechenden sicheren Voreinstellungen versehen sein, der security by default“, sagt Lina Ehrig, Leiterin Team Digitales und Medien beim vzbv. „Auf europäischer Ebene müssen Hersteller gesetzlich verpflichtet werden, spezifische IT-Sicherheitsanforderungen für IoT-fähige Geräte, Online-Dienste und digitale Anwendungen zu erfüllen.“
Ein Großteil der Befragten sorge sich, dass sensible Informationen über sie wegen unzureichend gesicherter Systeme in fremde Hände geraten (76 Prozent) oder wegen Sicherheitslücken beim Anbieter selbst frei zugänglich im Internet stehen (75 Prozent) könnten. Gut sieben von zehn Befragten (71 Prozent) seien verunsichert, was zu tun wäre, wenn ihre persönlichen Daten im Netz ohne ihr Zutun auftauchen. Auch hier sieht der vzbv Hersteller in der Pflicht.
2020-06-15T10:01:00Z Verbraucher setzen IT-Sicherheit bei vernetzten Geräten voraus
zuletzt editiert am 24. August 2020