Nico Delvaux, CEO und Präsident von Assa Abloy, lehnt lässig an einer Bürowand.
Nico Delvaux, CEO und Präsident von Assa Abloy. Quelle: Assa Abloy

Beschlag- und Sicherheitstechnik

05. February 2021 | Teilen auf:

Verluste bei Assa Abloy

Die Corona-Pandemie hat auch Assa Abloy als weltweit agierende Unternehmensgruppe vor Herausforderungen gestellt. Das schlägt sich in den Zahlen nieder: Der Nettoumsatz im 4. Quartal 2020 ist um sieben Prozent auf 23,298 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet 2,3 Milliarden Euro) gesunken, mit einem organischen Wachstum von minus fünf Prozent und einem akquirierten Nettowachstum von fünf Prozent. Im kompletten Geschäftsjahr ist der Umsatz ebenfalls um sieben Prozent gesunken, von 94,029 Milliarden Schwedische Kronen (umgerechnet 9,28 Milliarden Euro) im Jahr 2019 auf 87,649 Schwedische Kronen (umgerechnet 8,6 Milliarden Euro).

„Die Pandemie führte insbesondere im 1. Halbjahr zu den schwierigsten operativen Rahmenbedingungen in unserer Geschichte“, bestätigte Nico Delvaux, Präsident und CEO von Assa Abloy. Als Reaktion darauf habe man sich rasch an die neue Realität angepasst, die Kostenbasis erheblich angepasst, wie es heißt, und die gleichzeitig weiterhin in Innovations- und Wachstumsinitiativen investiert. Dies habe im 4. Quartal 2020 zu einer operativen Marge ohne Akquisitionen und Veräußerungen auf Zielniveau und zu einem Rekordhohen operativen Cashflow für das Gesamtjahr geführt.

Im den letzten drei Monaten des letzten Jahres sei das organisches Wachstum um fünf Prozent und negative Währungseffekte um sieben Prozent gesunken. Akquisitionen und Desinvestitionen trugen zu einem Wachstum von fünf Prozent bei, was zu einem Gesamtumsatzrückgang von sieben Prozent führte. In EMEA und Entrance Systems waren die Umsätze nach eigenen Angaben stabil, in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum rückläufig und bei Global Technologies deutlich rückläufig. Durch weitere Kosteneinsparungsmaßnahmen konnten laut Delvaux  die negativen Auswirkungen des erneuten Lockdowns im 4. Quartal gemildert und eine Umsatzrendite von 16 Prozent ohne Akquisitionen und Veräußerungen erzielt werden. Der weiterhin starke Cashflow belief sich auf 14,56 Milliarden Schwedische Kronen (1,44 Milliarden Euro) im Gesamtjahr und 5,529 Milliarden Schwedische Kronen (545,85 Millionen Euro) im 4. Quartal.

Delvaux ist zuversichtlich, dass aufgrund der Impfprogramme in den meisten Märkten die Beschränkungen schrittweise wieder aufgehoben werden und die mit der Rückkehr des Gewohnten auch die Nachfrage generell wieder steigt: „Ich freue mich, dass Assa Abloy weiterhin auf einem sehr soliden Fundament steht. Dank der großen Anstrengungen unserer Mitarbeiter bin ich zuversichtlich, dass wir als starke Gruppe aus der Pandemie hervorgehen werden, die gut positioniert ist, um die Marktführerschaft in der Zugangslösungsbranche auch weiterhin zu übernehmen.“