Außenansicht der Niederlassung in Künzelsau-Gaisbach. Foto: Würth

Beschlag- und Sicherheitstechnik

27. January 2020 | Teilen auf:

Würth-Gruppe steigert Umsatz bei sinkendem Betriebsergebnis

Die Würth-Gruppe hat 2019 gemäß vorläufigem Konzernabschluss einen Umsatz von 14,27 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,62 Milliarden Euro) verzeichnet. Dies entspreche einem Wachstum von 4,8 Prozent. Bereinigt um Kurseffekte liege das Plus bei 4,2 Prozent.
Die Umsatzentwicklung 2019 verlief laut Unternehmensmitteilung ungewöhnlich heterogen. Dies zeige sich in der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Regionen einerseits und innerhalb der Geschäftsbereiche des Konzerns andererseits. In Deutschland fiel demnach das Umsatzwachstum mit einer Steigerung von 2,1 Prozent eher verhalten aus. Dies sei vor allem auf die kritische Situation der Automobilindustrie zurückzuführen. Geschäftsbereiche wie die Würth Elektronik Gruppe, die Produktionsunternehmen sowie die Werkzeughändler, deren Kunden in diesem Industriesektor zu finden sind, wurden den Angaben zufolge dadurch in ihrer Entwicklung stark beeinflusst und mussten 2019 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Im Gegensatz dazu konnte die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Mutterunternehmen des Konzerns und deutsche Vertriebsorganisation der Würth-Linie, ein Wachstum von 5,8 Prozent aufweisen.
Außerhalb Deutschlands steigerte der Konzern nach eigenen Angaben den Umsatz um 6,8 Prozent. Zufriedenstellende Wachstumsraten konnten in Südeuropa (+15,3 Prozent; bereinigt um Akquisitionen 4,9 Prozent), Südamerika (+ acht Prozent) und Osteuropa (+6,6 Prozent) erzielt werden.
Der E-Business-Umsatz wuchs den Angaben zufolge überproportional und liege 2019 bei 2,6 Milliarden Euro. Der Anteil am Konzernumsatz habe sich damit auf 18,3 Prozent erhöht.
Das Betriebsergebnis des Konzerns liege nach vorläufigen Berechnungen mit rund 750 Millionen Euro um 13,8 Prozent unter dem Vorjahr (2018: 870 Millionen Euro). Ursächlich für diesen Rückgang sei die unter Druck geratene Rohertragsmarge. Die steigenden Einkaufspreise konnten, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens, nicht durchgängig an die Kunden am Markt weitergegeben werden. Zusätzlich habe die Würth-Gruppe weiterhin in den Ausbau des Geschäftsmodells und in Wachstumsinitiativen investiert.
2019 erwirtschaftete das Mutterunternehmen des Konzerns einen Gesamtumsatz von 2,09 Milliarden Euro. „Mehr Motivation für das Jubiläumsjahr 2020 geht nicht: Die Adolf Würth GmbH & Co. KG feiert 75-jähriges Firmenjubiläum und Professor Würth seinen 85. Geburtstag – ein wunderbares Geschenk!“, freut sich Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG, über diesen Meilenstein.
„Die Konjunkturprognosen sind weiterhin verhalten, weshalb die Würth-Gruppe für 2020 mit einem mittleren einstelligen Wachstum im Umsatz und mit einem proportional steigenden Betriebsergebnis rechnet“, erläutert Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Gruppe, die Erwartungen zum neuen Geschäftsjahr. „Ein Störfaktor sind sicherlich die politischen Spannungen und Zollstreitigkeiten, wodurch die Außenwirtschaft und damit die Ausfuhren stark beeinflusst werden. Hier müssen wir alle Kräfte bündeln, um dieser Zurückhaltung mit Wachstum begegnen zu können.“