Zeiterfassungssysteme in der Anwendung. Quelle: Primion

Neues europäisches Arbeitszeitgesetz

20. May 2020 | Teilen auf:

Chancen für die Branche?

Im Mai des vergangenen Jahres verabschiedete der Europäische Gerichtshof ein Urteil zur Neuregelung der Arbeitszeiterfassung, was manche gar als bahnbrechend bezeichnen. Demnach wird für Arbeitgeber in der EU die Aufzeichnung von Arbeitszeiten künftig verpflichtend sein. Noch hat dieses Urteil keine direkten Auswirkungen, jedoch ist Deutschland verpflichtet, diese Vorgabe umzusetzen. Wann dies eintritt, ist derzeit noch nicht absehbar.

Faktisch gilt somit immer noch die alte Gesetzeslage. Das bedeutet, Arbeitgeber müssen Beginn, Dauer und Ende der Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter dokumentieren, vor allem hinsichtlich Mindestlohngesetz und Arbeitnehmerentsendegesetz. Nur in wenigen Branchen ist bisher die vollständige Erfassung der Arbeitszeit gesetzlich vorgeschrieben. So etwa für Lkw-Fahrer, Bauarbeiter, in Gaststätten oder in der Fleischwirtschaft. Auf diese Weise kamen deutsche Arbeitnehmer im 3. Quartal 2019 laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung auf rund 254 Millionen bezahlte und gut 223 Millionen unbezahlte Überstunden.

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