Arbonia-Standort in Arbon in der Schweiz Quelle: Nicht nur aufgrund des Verkaufs der Division Fenster kann Arbonia (hier der Hauptsitz in Arbon/Schweiz) auf eine sehr erfolgreiches 1. Halbjahr 2021 zurückblicken.
Arbonia Quelle: Nicht nur aufgrund des Verkaufs der Division Fenster kann Arbonia (hier der Hauptsitz in Arbon/Schweiz) auf eine sehr erfolgreiches 1. Halbjahr 2021 zurückblicken.

Bauelemente

10. September 2021 | Teilen auf:

Arbonia legt im 1. Halbjahr deutlich zu

Auf ein sehr erfolgreiches 1. Halbjahr 2021 kann schweizerische Unternehmensgruppe Arbonia nach eigenen Angaben zurückblicken. Insgesamt ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 492,5 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 453,44 Millionen Euro) auf 588,6 Millionen Schweizer Franken (541,92 Millionen Euro) gestiegen, was einem Wachstum von 19,5 Prozent entspricht. Das Ebitda erhöhte sich um 22,3 Millionen Schweizer Franken (20,53 Millionen Euro) auf 67,6 Millionen Schweizer Franken (62,24 Millionen Euro).

Der Vollzug des am 5. Januar 2021 angekündigten und zum 1. September von den Wettbewerbsbehörden genehmigten Verkaufs der Division Fenster inklusive Weru an die dänische Dovista Gruppe hat zusätzlich Geld in die Kassen gespült. Ein beträchtlicher Teil des Verkaufserlöses wurde und wird zur weiteren Steigerung des profitablen Wachstums verwendet, indem die beiden verbleibenden Divisionen Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) und Türen beschleunigt weiterentwickelt und gestärkt werden, sowohl organisch wie auch mittels gezielter Akquisitionen. Verschiedene strategische Initiativen sind nach Unternehmensangaben bereits in Prüfung und Umsetzung. Zusätzlich soll ein Teil des Verkaufserlöses zur Optimierung der Bilanzstruktur verwendet werden.

Die Division Türen verzeichnete im 1. Halbjahr 2021 wiederum einen erfreulichen Geschäftsgang. Der Umsatz entwickelte sich positiv und konnte von 178 Millionen Schweizer Franken (163,88 Millionen Euro).im Vorjahr auf 203,9 Millionen Schweizer Franken (187,73 Millionen Euro) erhöht werden. Der hohe Auftragsbestand aller Werke der Division Türen zeige, dass das laufende Investitionsprogramm zur Produktivitätssteigerung und zur 40-prozentigen Erweiterung der Kapazitäten des Werkes von Prüm am Standort in Weinsheim/Deutschland dringend notwendig war. Die Division hat bereits in den vergangenen Jahren erheblich in neue Maschinen und Anlagen zur Ausweitung der Kapazitäten an den Standorten in Deutschland bei Garant und in Polen bei Invado investiert, um zusätzliche Fertigungskapazitäten zu schaffen.

Auch bei der Division Türen wirke sich die Materialpreissteigerungen, insbesondere bei den Holzwerkstoffen und den nachgelagerten Materialien wie beispielsweise Folien und Klebstoff, negativ aus. Die Division ist bestrebt, diese nach wie vor steigenden Kosten mittels Preiserhöhungen in angemessener Staffelung weiterzugeben. Es komme erschwerend hinzu, dass in den letzten Monaten der übliche Lageraufbau für das 2. Halbjahr 2021 nicht ausreichend stattfinden konnte.

Auch das auf Funktionstüren spezialisierte Unternehmen RWD Schlatter erfreut sich einer guten Auftragslage im Objektgeschäft und im Handel. Die Schweizer Gesellschaft investiert weiter in die Wertschöpfungstiefe, indem sie unter anderem ihre Kompetenz in der Zargenfertigung intensiviert und den Ausbau eines Lager- und Logistikgebäudes am Standort Roggwil/Schweiz plant. Letzteres ermöglicht der Gesellschaft eine Marktbearbeitung auch mit Fertigtüren. Als weitere Maßnahme etabliert RWD Schlatter ihr neues Fachpartnerkonzept für die Westschweiz mit einem Verkaufsstandort in Vevey/Schweiz.