schloss+beschlagmarkt 03/2011

Noch ist Winter in Berlin. Umso deutlicher hebt sich bei der Anfahrt das denkmalgeschützte Goerzwerk, Sitz der Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH Berlin und Produktionsstätte der Traditionsmarke IKON, aus dem sonstigen Straßenbild ab. Kein Wunder: Das Gebäude gilt heute als einzigartiges Zeugnis für die Architektur der Berliner Großindustrie vor 1918 und ist zugleich Treffpunkt für unser Gespräch mit Stefan Fischbach, Geschäftsführer der Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH und Market Region Manager Central Europe.

Mit dem Ausscheiden von Vertriebschef Ralf Müll endet bei FSB – dem ostwestfälischen Hersteller hochwertiger Türdrücker und Beschläge, elektronischer Zutrittsorganisationslösungen und von Elementen für das barrierefreie Wohnen – eine 27-jährige Ära.

Die Hawa AG hat 2010 mit neuen Produkten und unternehmerischen Weichenstellungen die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen und bei guter Ertragslage ein leichtes Umsatzplus erwirtschaftet.

... ist neues Mitglied der Geschäftsführung von der Rademacher Geräte-Elektronik GmbH & Co. KG.

... hat nach 50 Jahren in der Lehrlingsausbildung und 30 Jahren als Produkttrainer bei Häfele die Schulungsunterlagen zum Jahresende endgültig in jüngere Hände übergeben.

... langjähriger Mitarbeiter und Prokurist der Beschläge Koch GmbH aus Freiburg ist in den Ruhestand gegangen.

Auch mit etwas Abstand bleibt die BAU als herausragende Messe in Erinnerung. So markierte sie das „gefühlte“ Ende des Krisengeredes und setzte ein Zeichen, dass es auch 2011 vorerst weiter aufwärts geht. Auf den folgen Seiten berichten wir von unseren Besuchen an den Messeständen der Aussteller.

An zwei thematisch unterschiedlichen Messeständen war wie angekündigt das Leistungsspektrum der Dorma-Gruppe zu sehen. Und das hatte es in diesem Jahr in sich. Der Objektbereich präsentierte sich am „Public“-Stand mit unterschiedlichen Themenwelten, während es am „Interior“-Stand neue Innenraumkonzepte zu sehen gab. Der Grundsatz des nachhaltigen Handelns bildet die Klammer um diese beiden Bereiche.

Neben neuesten Produktlösungen präsentierte Esco auf der BAU ihre neue Eigenmarke "systeQ". Sie soll dem Metallbauer ein komplettes und normgerechtes Paket mit profilangepassten Systemlösungen und diversen Serviceleistungen für das Projektgeschäft bieten, wie es in München hieß. Der Name leitet sich ab aus den Begriffen System - Technik - Qualität.

Sehr zufrieden mit der Resonanz an seinem Messestand zeigt sich der Mönchengladbacher Türband-Spezialist Dr. Hahn im Anschluss an die BAU.

Nach einem guten Geschäftsjahr 2010 setzt Hewi auch 2011 weiter auf adaptive Systemlösungen, die den entstehenden Bedürfnissen und Ansprüchen der immer älter werdenden Nutzer gerecht werden. Das zeigte die Produktpräsentation auf der BAU in diesem Jahr besonders deutlich.

Der BAU-Messeauftritt von Hautau stand ganz im Zeichen der Beschlag-Premiere für Parallel-Abstell-Schiebe-Fenster. Das Neue an dem „Atrium SP komfort“-Beschlag ist sein Komforteinzug und die damit einhergehende einzigartige Bedienungsfreundlichkeit.

Von „übertroffenen Erwartungen“ und einem „rundum gelungenen Jahresauftakt“ spricht die Division Fenster- und Türtechnologie der Roto Frank AG in einer ersten Bewertung der „BAU“ 2011.

Wie angekündigt, stellte die Assa Abloy Sicherheitstechnik GmbH in München ihre komplettierte Obentürschließer-Reihe in den Mittelpunkt des Messeauftritts.

Zufriedene Gesichter bei der Erwin Renz GmbH. So verlief die Messe für den Geschäftsführer des Briefkastenherstellers, Armin Renz, äußerst erfolgreich: "Unsere neuen Produkte kamen beim Fachpublikum hervorragend an", betonte er noch vor Ort.

Neben dem klassischen Sortiment präsentierten Renson in diesem Jahr erstmalig mit Invisible ein verdeckt liegendes Bandsystem der Tochter Argent.

Neben dem Umbau zu managementgeführten Familienunternehmen hat die Mayer & Co. Beschläge GmbH, Salzburg, weiter an ihrem Produktprogramm aus Dreh- und Drehkipp-Fensterbeschlägen, Beschlägen für Schiebeelemente, Türschlössern, Fenstergriffen und Ladenbeschlägen gefeilt und mit Neuheiten und Weiterentwicklungen ergänzt.

JU zeigt als einer der führenden Hersteller für Briefkasten und Briefkastenanlagen auf seinem Stand nicht nur Produkte für die Post, sondern auch für Sicherheit, Design und Kommunikation für die Eingangsgestaltung.

Wie bereits in der letzten Ausgabe kurz gemeldet, präsentierte FSB, Brakel, in München nicht nur Neues in Sachen Design und Technik, sondern konnte nach eigenen Angaben auch als erstes Unternehmen der Baubeschlagbranche mit einer material- und sortimentsspezifischen Umweltdeklaration nach DIN ISO 14025 aufwarten.

Zufriedene Gesichter bei der Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas am Messestand. So blickt die Gruppe auf ein Geschäftsjahr 2010 zurück, das sich in etwa wieder auf dem Niveau von 2008 bewegte. Auch die ausländischen Märkte zeigten sich nach der „Schockstarre“ in 2009 wieder aktiver, wie uns Hans Bentheimer, Vertriebsleitung, beim Standbesuch sagte.

Wie angekündigt, bildete einen der Präsentations-Schwerpunkte bei HAFI ein neu entwickeltes und geschütztes Verfahren zur Herstellung hochwertiger Funktions-Oberflächen.

Traditionell nutzt Geze, Leonberg, die Leistungsschau in München zum großen Auftritt, der dieses Jahr ganz im Zeichen des Mottos "Wir haben die schöneren Kurven" - bis hin zur Messestand-Konzeption stand.

„Klarer Schwerpunkt auf der BAU war unsere Kompetenz als Anbieter ganzheitlicher Lösungen. Neben den Leitaspekten Energieeffizienz und Nachhaltigkeit haben unsere Produkte sämtliche Kriterien im Fokus, die für die Realisierung moderner architektonischer Konzepte entscheidend sind – von Ästhetik und Design über die Sicherheit bis zum Komfort“, erläuterte Katja Schreiber, Leitung Kommunikation bei Siegenia-Aubi.

Lange ist es her: 1711 nahm Caspar Cronenberg seinen ersten Sensenhammer in Betrieb. In nunmehr 300 Jahren hat sich viel getan in der Julius Cronenberg Sophienhammer Gruppe, zu der auch Athmer gehört.

Das Technologieunternehmen idencom aus Berlin zeigte in München unter anderem seine neue Fingerprintproduktlinie „BioKey Gate New Line“, die aktuell mit dem „iF product design award 2011“ ausgezeichnet wurde.

Passend zum Anspruch der BAU sich 2011 erstmalig als Weltleitmesse zu  präsentieren, wählte die HOPPE Gruppe ihren Messeauftritt in der bayerischen Metropole unter anderem für die Präsentation ihrer neuen Serie „New York“.

140 Gäste aus Handel und Industrie sorgten im Palais Keller des Bayerischen Hofs im Rahmen der Jubiläumsfeier des Arbeitskreis Baubeschlag für drangvolle Enge, aber auch kollegiale Gespräche und manches Wiedersehen alter Weggefährten in den 50 Jahren seit Bestehen des AKB.

Mit einer Reihe von Detailoptimierungen, die Fuhr auf der BAU präsentierte, will das Unternehmen kontinuierlich aktuellen Anforderungen begegnen. Dafür standen die produktseitigen und fertigungstechnischen Verbesserungen, die für Holz- und Aluminiumtürkonstruktionen aktuell in München vorgestellt werden.

Den besten Umsatz der 80-jährigen Unternehmensgeschichte, nimmt das E/D/E nicht zum Anlass, sich auzuruhen. Im Gegenteil: Gleich vier „Innovationspakete“ hat die Geschäftsführung geschnürt. Qualität und Service sollen in den nächsten Jahren optimiert werden.

Die Firmengruppe Ammon, beheimatet in Nürnberg, feiert dieses Jahr das 100-jährige Jubiläum ihrer Firmengründung. In ungebrochener Familientradition (und demnächst bereits in der 4. Generation ausschließlich inhabergeführt) betreibt sie eine der führenden Fachgroßhandlungen für Beschläge in Deutschland.

Die internationale Häfele Gruppe für Beschlagtechnik und Schließsysteme
mit Stammsitz im schwäbischen Nagold kann sich über ein sattes Umsatzplus
freuen. Der weltweite Umsatz stieg 2010 auf 881 Mio. EUR. Das entspricht einem Wachstum von 19 % gegenüber dem Vorjahr.

Ideenklau ganz ohne Skrupel: Produktpiraten imitieren alles, was ihnen Gewinn verspricht. Sie kopieren stets die neuesten Entwicklungen oder Produkte "made in Germany".

Deutsche Unternehmen sind in jeder dritten Branche weltweit Marktführer. 750 dieser Unternehmen sind nun erstmalig im "Lexikon der deutschen Weltmarktführer" erfasst und zusammengestellt. Das mehr als 690 Seiten starke Nachschlagewerk wird herausgegeben von Dr. Florian Langenscheidt und dem wissenschaftlichen Experten für Familienunternehmen Professor Dr. Bernd Venohr. Das Unternehmen Dorma ist in dem Lexikon mit einem vierseitigen Bericht gewürdigt worden. 

Der österreichische Fenster- und Türenhersteller Internorm hat den Spezialisten für Mehrfachverriegelungen KFV für dessen Produktqualität und Lieferservice ausgezeichnet. In einem stark besetzten Feld habe sich KFV damit gegen rund 200 Mitbewerber durchgesetzt, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Auch Michel Bräuer, Leiter Marketing und Öffentlichkeitsarbeit bei der ABUS KG, zeigt sich erfreut über die Aufnahme in das "Lexikon der deutscen Weltmarktführer" (siehe dazu auch Meldung links).

Im Innenausbau liegen Glastüren und -trennwände im Trend - vor allem, wenn sie sich schieben lassen und möglichst wenig von ihrer Technik offenbaren.

Das italienische Unternehmen Savio hat auf der BAU seinen neuen Befestigungssatz für Türbänder "Mechanica" vorgestellt. Der Befestigungssatz zeichnet sich laut Herstellerangaben durch seine einfache Handhabung und eine leichte Regulierung aus.

Die Europäische harmonisierte Produktnorm für Fenster und Außentüren EN 14351-1 in der Ausgabe vom Juli 2006 wurde in Form einer Änderung A1 aktualisiert.

Mit einem optimalen systematisierten Komplett-Programm mit neuen technischen Details und Ergänzungen will Fuhr neue Impulse bei Sicherungssystemen für Aluminiumtüren setzen.

Mit einem neuen Stulpflügelbeschlag will KFV für noch mehr Lösungsvielfalt sorgen.

Mit der Serie "Variant Compact" hat Simonswerk eine neue Lösung für schmale Zargenansichten entwickelt.

Vor allem an die Marktpartner wendet sich Roto mit zwei neuen Publikationen, in deren Mittelpunkt das Angebot an Aluminium-Beschlagsystemen für Fenster und Türen steht.

Bei den neuen, selbstverriegelnden Panikschlössern 1956/1959 für 1- und 2-flügelige Rohrrahmentüren der Unternehmensgruppe Gretsch Unitas bilden Schlosskasten und Elektronik eine Einheit.

2010 wird als das Jahr der Erholung nach der Krise im Gedächtnis bleiben – das gilt vor allem für den Wohnungsbau, während der Aufwärtstrend im Nichtwohnungsbau sehr viel verhaltener verlief. Was kommt aber 2011? Erste Anhaltspunkte gibt die Stimmung der Firmen, basiert diese doch in der Regel auf den Auftragspipelines und dem Marktumfeld der Unternehmen. Die Marktforscher von BauinfoConsult, Düsseldorf, haben dazu eine Online-Befragung unter Herstellern von Produkten für Ausbau, Rohbau und Installation durchgeführt.

Die mittelständischen Bauunternehmen schätzen ihre Geschäftslage zu Beginn des Jahres 2011 vergleichsweise günstig ein. Im Wohnungs- und Wirtschaftsbau fällt die Lagebeurteilung deutlich günstiger aus als noch vor Jahresfrist. Seinerzeit waren die Erwartungen zum Wirtschaftsbau sehr gering. Auch im Wohnungsbau war die nachfolgende Belebung noch nicht absehbar.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, äußerte sich auf der Frühjahrs-Pressekonferenz, was Erwartungen des mittelständischen Baugewerbes an die Baukonjunktur 2011 betrifft, zurückhaltend.