Baugerüst
Das Bauhauptgewerbe verzeichnet einen Auftragsanstieg im März 2022. (Quelle: Pixabay)

Bauwirtschaft

25. May 2022 | Teilen auf:

Auftragsbücher im Bauhauptgewerbe weiter gut gefüllt

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im März 2022 gegenüber Februar 2022 kalender- und saisonbereinigt um 10,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2021 stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 16,8 Prozent. Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreise mit einem Volumen von 10,6 Milliarden Euro 32,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 3,3 Prozent und nominal um 17,8 Prozent.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent gestiegen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise deutlich stärker, und zwar um 15,2 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 5,6 Prozent und nominal um 19,7 Prozent.

"Die Bauunternehmen haben Mühe, Material zu ordern und die Preisentwicklung in den Kalkulationen nachzuhalten", beschreibt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, die Branchenlage anlässlich der heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen. "Erfreulich ist, dass die Nachfrage nach Bauleistungen zumindest im ersten Quartal trotzdem intakt geblieben ist. Dies gibt uns Zuversicht, auch in den nächsten Monaten die Bauproduktion auf hohem Niveau halten zu können. Allerdings brauchen wir dazu mehr Versorgungssicherheit bei den Baustoffen und eine nachlassende Entwicklung bei den Einkaufspreisen."

zuletzt editiert am 25.05.2022