Baustelle (Quelle: Pixabay)
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im August 2021 rund 7,8 Milliarden Euro. (Quelle: Pixabay)

Bauwirtschaft

25. October 2021 | Teilen auf:

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe erreicht erneut Rekordwert

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im August 2021 kalender- und saisonbereinigt 7,3 Prozent höher als im Juli 2021. Im Vergleich zum August 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im August 2021 um 5,7 Prozent höher. In den ersten acht Monaten 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im August 2021 rund 7,8 Milliarden Euro. Hauptsächlich wegen der sehr stark gestiegenen Baupreise waren das nominal (nicht preisbereinigt) 18,9 Prozent mehr als im August 2020. Damit erreichte der Auftragseingang den höchsten jemals gemessenen Wert in einem August in Deutschland. Bereits im Juli 2021 hatte der Auftragseingang im Vergleich zu den Vorjahresmonaten einen Rekordwert erreicht. In den ersten acht Monaten 2021 stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 6,5 Prozent.

„Die Bauunternehmen werden nach wie vor in ihrer Produktion durch den anhaltenden Materialmangel gebremst. Die Aufträge können nur stockend abgearbeitet werden“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller. So hätten im Rahmen des Ifo Konjunkturtests im August 38 Prozent der befragten Bauunternehmen angegeben, in ihrer Bautätigkeit durch Materialknappheit behindert zu sein. „Auch können sich über den Orderanstieg nicht alle Bauunternehmen freuen, wir beobachten eine sehr unterschiedliche regionale und spartenbezogene Baukonjunktur.“ Während der Auftragseingang in Ostdeutschland im gesamten Zeitraum von Januar bis August im Vorjahresvergleich preisbereinigt im Minus läge, wurde für Westdeutschland ein Plus ausgewiesen. Auch stehe bei den Bausparten ein deutliches Plus im Wohnungsbau einem deutlichen Minus im Öffentlichen Bau gegenüber.

zuletzt editiert am 25.10.2021